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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category

Wenn Sie den Babyspeck weit hinter sich gelassen haben und für das Verstehen dieses Satzes hier mehr als 5 Minuten brauchen, dann sind Sie wahrscheinlich sehr, sehr schön.

Denn Wissenschaftler haben herausgefunden: Botox in der Stirn lähmt im Nu das Hirn. Diese Wissenschaftler aus Wisconsin-Madison haben 20 Frauen die Falten weggespritzt und mit ihnen dann anschließend Sprach- und Lesetest gemacht, waren also wahrscheinlich sadistisch und homosexuell. Warum sie dann nicht Modedesigner geworden sind, weiß ich auch nicht.

Jedenfalls haben die Frauen nach der Behandlung eine Sekunde länger gebraucht, um Sätze zu verstehen wie „Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden“. Weil es emotionale Sätze sind und das Hirn dabei die Mitwirkung der Stirnfalten braucht, um emotional empfinden zu können. Falten sind also die Gefühlskrücken des Gehirns.

Interessante Theorie. Keine Falten, kein Gefühl, siehe Heidi Klum oder Darth Vader. Der „Gute Freund, den sie nie wieder sehen werden“ wird also gewusst haben, warum er geht. Einer Botoxfassade sein Herz auszuschütten ist ungefähr so sinnvoll, wie einen Pudding an die Wand zu nageln, da bleibt nix hängen.

Künftig sagen wir also: „Nein, das sind keine Falten in meinem Gesicht, das ist eine Landschaft angewandter emotionaler Intelligenz“.

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Mitmänner, Eisklötze und Gefühlslegastheniker! Es gibt Hoffnung! Wissenschaftler haben jetzt in einem Experiment Männer mit einem Oxytocin-Hormonspray besprüht. Und schon waren sie sensibler und entwickelten ein größeres emotionales Einfühlungsvermögen, wie es sonst nur bei Müttern oder Friseuren vorkommt.

Das heißt: Männer könnten künftig einen medikamentösen Emotionsverstärker mitführen, wie der Diabetiker seine Insulinspritze. Und immer, wenn man merkt „Ui, die Frauen um mich herum haben alle feuchte Augen, das könnte eine hochemotionale Situation sein, in der ich mich hier befinde, ich glaube ich sollte im Anteilnahme-Bereich kurzfristig meine Performance pushen!“ – pffffft!

Wichtig ist nur, dass der Mann autonom bleibt und das Spray nicht in Frauenhände gerät, wie man das teilweise schon von der Fernbedienung kennt. Nicht dass du deine Partnerin bittest, dir mal ein Bier zu holen und plötzlich hast du einen Blackout und findest dich schluchzend mit Kuscheldecke auf dem Sofa wieder und irgendwer hat auch noch die DVD vom „Englischen Patienten“ eingelegt.

Aber vielleicht ist das zu weit gedacht. Als Mann reagiert man auf die Erfindung dieses Spray typischerweise mit dem Satz: „Geil! Damit krieg ich jede rum!“.

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Lappen weg

Es liegt also am Frontallappen. Das ist nicht das Stück Bierbauch, das einem eventuell über den Gürtel hängt. Der Frontallappen ist die vordere Region des Gehirns, die besonders stark durchblutet ist bei Menschen, die zu angemessener Selbstreflexion neigen. Das bedeutet umgekehrt: Die gnadenlosen Selbstüberschätzer haben einen Frontallappen wie einen ausgetrockneten Schwamm. Eine Denkwüste hinter den Augenbrauen. Wenn man denen an die Stirn klopft, müsste klingen wie ein alter, verstaubter Schuhkarton vom Dachboden.

Auf die Frage „Du hältst dich wohl für besonders toll“ könnte man also auch antworten: „Nein, mein Frontallappen kann einfach kein Blut sehen!“ Das sind übrigens dieselben Hirnregionen, die auch zuständig sind für logisches Denken und Entscheidungsfindung. Und je mehr man sich selbst überschätzt, umso weniger kommt man wahrscheinlich mit Fahrkartenautomaten oder Regierungsaufgaben zurecht. Deshalb sagt man ja auch im Volksmund: Diese Koalition hat doch nicht alle Blutkörperchen im Lappen!

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Laut einer amerikanischen Langzeitstudie (klingt gleich viel seriöser als „amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden“, stimmt´s?) haben konservative Wähler einen signifikant niedrigeren IQ als progressive Wähler. Was jetzt genau „progressiv“ an den in diesem Zusammenhang genannten Grünen ist, an diese Frage müssten die Amiforscher wohl noch mal ran…

Das Ergebnis beruht vielleicht auf der Tatsache, dass man nicht viel überlegen muss, um weiter auf bekannten Wegen zu gehen, wohingegen beim Wagnis unerprobter Ideen die grauen Zellen eher in´s Schwitzen geraten. Was bedeutet das in der Praxis? Wenn man die Wahlbüros nur schlecht genug beschildert, wird Claudia Roth Bundeskanzlerin, weil die ganzen konservativen Wahlberechtigen wie die fehlgeleiteten Staubsaugerroboter im Eingangsbereich hängen bleiben, während die bionade- und iPhone-bewehrte Avantgarde zielstrebig zur Stimmabgabe gleitet.

Wenn man hingegen die Leute direkt an ihrer Haustür mit dem Lifta-Treppenlift abholt und sie damit an die Urne fährt, wo man ihnen noch mal die Sache mit dem Ankreuzen ganz langsam erklärt, dann gewinnt die Union, oder gar die Partei Bibeltreuer Christen. Denn auch religiöse Menschen sind laut Studie intelligenzmäßig etwas schwach auf der Brust. Religiös und gleichzeitig konservativ zu sein, bringt also den IQ bedenklich in die Nähe der Raumtemperatur.

Nur progressive Atheisten sind kognitiv leistungsfähig und misstrauen natürlich allem, was irgendwelche amerikanischen Wissenschaftler mal wieder herausgefunden haben wollen.

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Wir sind Nachhilfe. In Ländern wie Finnland, Kanada oder den Niederlanden kommen die Kinder weitgehend ohne aus, bei uns brauchen schon 14,8% der Viertklässler Nachhilfe in Deutsch. Die Schulen vermitteln nur noch die kulturellen Grundtechniken wie aufrechten Gang, Stillsitzen und Nichtpopeln.

Eben alles, was man braucht, um in der Lage zu sein, Nachhilfe zu bekommen. Nicht für die Schule lernen wir, nicht für das Leben, sondern erst mal für die Nachhilfe. Und deren Kosten sind dann quasi die Schulgebühr des kleinen Mannes.

Langfristig brauchen wir so an den staatlichen Schulen keine Lehrer mehr, da langen Aufpasser und Hilfsdompteure, vielleicht auch umgeschulte Stahlarbeiter auf Ein-Euro-Basis. Echte Lehrer gehen in die freie Wirtschaft und machen private Nachhilfeschulen auf. Direktoren fühlen sich überflüssig, springen vor den Schulbus oder kümmern sich vorwiegend darum, mit paramilitärischen Söldnern die Sicherheit zu gewährleisten.

Irgendwann werden die Schulen keine Namen mehr haben, sondern durchnummeriert wie Käfige in der Massentierhaltung. Die Nachhilfeinstitute werden sich nach Anne Frank oder Alexander von Humboldt benennen und am Ende auch die Zeugnisse ausstellen. Für Geld natürlich.

Die staatlichen Schulen werden dann mitsamt der darin (in jeder Beziehung) sitzen gebliebenen Restschüler mit Beton aufgefüllt und als mysteriöse Kulturdenkmäler, vergleichbar den ägyptischen Pyramiden, dem Tourismus zur Verfügung gestellt.

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In Japan gibt es jetzt Weltraumbier. Das ist aus Gerstenkörnern gebraut, deren direkte Vorfahren an Bord der ISS im All unterwegs waren. „Space Barley“ heißt der weltraumtouristisch erfahrene Bölkstoff. Wie mag er sich von herkömmlichem Bier unterscheiden?

Vermutlich lässt es sich damit besonders schwerelos und galaktisch rülpsen. Und am Ende sieht man Sterne und weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Und dann krümmt sich der Raum. Das Beste: Es macht zwar einen Bierbauch, aber der fühlt sich völlig schwerelos an. Nur zwei Fragen bleiben ungeklärt: Gibt es beim Öffnen der Flasche einen Urknall? Und dauert ein Space-Pils sieben Lichtjahre?

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„Den klügsten Professor Deutschlands“ nennt die Bildzeitung gerne immer mal wieder den Ökonomen Hans-Werner Sinn. Das heißt, die anderen Professoren Deutschland ziehen ihre Unterhose mit der Beißzange an. Zumindest nach der Logik der klügsten Zeitung Deutschlands.

In der „Welt“, einer Art Bildzeitung für Besserverdiener mit erhöhter Lesekompetenz und weniger Tittenbedarf, erklärt Sinn jetzt, dass die Unterschicht eine Folge des Sozialstaats ist, denn um in den Genuss sozialer Leistungen zu kommen, müsse man ja den Arbeitsmarkt verlassen.

„Die Menschen erhalten also eine Prämie, wenn sie aus dem Arbeitsmarkt aussteigen“, sagt er. Und deshalb macht der Sozialstaat asozial. Genau wie ja auch Pflaster Blutungen verursachen, Schwimmreifen Nichtschwimmer erst möglich machen und Professoren Blödsinn erzählen.

Jemand wie Sinn dürfte einer Oma nie über die Straße helfen, weil dabei nur Unfälle entstehen würden. Klar: Wenn ein Hartz-IV-Empfänger auf den Zebrastreifen zukommt, dann gibt er ja extra Gas, weil er denkt: „Mensch, das neben dieser Oma ist doch der klügste Professor Deutschlands!“.

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