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Archive for the ‘Kanzlerin’ Category

Ich zitiere wörtlich: „Bild am Sonntag begleitete die Kanzlerin in den Krieg. Angela Merkel: Frontfrau in Afghanistan… Merkel trägt Anorak über ihrem schwarzen Blazer, zieht sich gegen den eisigen Wind eine Decke über die Knie, studiert Unterlagen für den bevorstehenden Besuch. Und man fragt sich, was sich eine Kanzlerin so alles antun muss, um die eigenen Soldaten fern der Heimat zu besuchen und zu ermutigen?“

Na, das schreit ja direkt nach einer Verfilmung mit Bruno Ganz. Bild wäre jedenfalls bereit für echte, markige Kriegsberichtserstattung, Feldherrenpathos und Landserdramatik. Soviel jahrelang ungeschriebenes darf endlich wieder aus der Feder fließen! Ach, hätte Ernst Jünger noch berichten können über diesen Friedenseinatz! Den die Mehrheit der Deutschen nicht will, aber für den die Kanzlerin anscheinend Mitleid und Anteilnahme verdient hat.

Endlich werden wieder Kampfhubschrauber ins Bild gerückt, endlich umweht wieder Wüstensand die deutsche Politik. Endlich heißt PR wieder Propaganda.

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Das Schönste an Italien ist Berlusconi. Diese Mischung aus Mafiapate, Mediendiktator und geliftetem Drecksack zeigt uns Deutschen immer wieder, wie weit unser politisches Personal doch von der internationalen Spitzenklasse der Regierungsschmierlappen entfernt ist.

Gegen den Paten Silvio ist Angela eine einfache Hütchenspielern. Und da ist auch nicht mehr viel Raum nach oben: Puffparties und größere Bestechungsorgien kriegt sie nicht hin, da steckt einfach zuviel protestantische Physikerin in ihr. Und auch Guido kommt bei der Vetterleswirtschaft kaum über Hoteliers und Lebensgefährten hinaus, vom kriminellen Potential her bleibt er eine Klemmschwester.

Guttenberg? Ist ja quasi naturgeliftet und schauspielerisch hinreichend begabt. Hat aber zuwenig Mördergrube im Herzen und zuviel blaues Blut im Bewusstsein. Nein, unser Schurkenstaat bleibt eine kleine Nummer. Was für ein vorweihnachtlich-hoffnungsvoller Gedanke.

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Helmut Schmidt ist ein angesehener Mann, ein Intellektueller und Politprofi. Sein Wort sollte auch Christdemokraten nicht egal sein. Dem Handelsblatt hat er jetzt gesagt, dass die Kanzlerin in Sachen Wirtschaftskrise nicht sehr geschickt agiere, der deutschen Polit-Elite die Einsicht fehle, was permanente Leistungsbilanzüberschüsse für Deutschland bedeuten („man verkauft Waren und erhält dafür nur Papiergeld, das später abgewertet wird“) – und dass es Europa an Führungspersönlichkeiten mangelt, die einen Überblick haben. Mit Ausnahme des Luxemburgers Jean-Claude Juncker.

Und was sagt eben der dieser Tage? Dass Deutschland ein bisschen simpel denke und Merkel seine Ideen ablehne, ohne sich richtig damit beschäftigt zu haben: „Sie hat eine sehr uneuropäische Art, europäische Geschäfte zu erledigen.“ Ist doch immer schön, wenn man eine Zweitmeinung einholen kann. Merkel setzen, Sechs. Nicht auszudenken, wenn es einen Pisa-Test für Regierungschefs gäbe.

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Von Spiegel bis Tagesschau hallt der Jubel wie einst bei den WM-Autokorsos: Deutschland konsumiert wieder! Der Einzelhandel erlebt quasi multiple Orgasmen, die Kassen klingeln wie quietschvergnügte Alarmanlagen und der Aufschwung schwingt sich im Slalom durch die Fußgängerzonen.

Weil der Einzelhandel Rekordumsätze macht. Im Oktober gut 2% mehr als im Vormonat. Und immerhin 0,4% mehr als im Oktober letzten Jahres. Wer beim Statistischen Bundesamt nachliest, sieht, dass diese 0,4% nur nominal sind, wenn man die Inflation rausrechnet, sind es real -0,7%. Also Minus im Sinne von Minus, in Buchstaben: Minus. Wenn das ein Wachstum sein soll, dann ist das da draußen kein Winter, sondern ein nominaler Spätsommer.

Was für eine peinliche Mischung aus Verblödung und Stimmungsmache. Statustikporno, der die glühweingeschwächten Konsumenten heiß machen soll. Volle Propaganda voraus, Deutschland ist der Wirtschaftsmotor Europas, Merkel ist das Johanniskraut der Nation und der Weihnachtsmann existiert tatsächlich.

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Angie ist die Teflon-Merkel, Oettinger eine entsorgte lahme Ente, Niebel eine schräge Wahl, Seehofer unberechenbar und Westerwelle kein Genscher. Schön, zu lesen, dass die US-Botschafter ein doch ziemlich zutreffendes Weltbild haben. Ansonsten sind diese Erkenntnisse nicht sonderlich brisant, da hätte Washington auch einfach Urban Priol fragen können.

Spannend sind zwei Details, von denen eines zur Zeit in der Berichterstattung deutscher Medien gerne unter den Tisch fallen gelassen wird. Klar ist es interessant, dass irgendein FDP-Maulwurf hochengagiert der amerikanischen Botschaft aus den Koalitionsverhandlungen berichtet hat. Das ist ja fast eine klitzekleine Spionageaffäre.

Viel doller ist doch aber die Tatsache, dass der jetzt US-behördlich ausgewiesene Amerikafreund Guttenberg dem großen Bruder erzählt, die Kanzlerin könne sich wirtschaftspolitisch schlecht durchsetzen und der Vizekanzler habe eigentlich keine Truppen aufstocken wollen. Gutti ist neTransatlantikpetze und Strebersau. Wahrscheinlich wird unser künftiger Kanzler heute schon im Pentagon als IM „Pomade“ geführt. Das ist der wirkliche Skandal, der an seinen Beliebtheitswerten so gefährlich knabbern könnte wie einst George Bush an seinen Salzbrezeln.

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Wikileaks veröffentlicht geheime US-Unterlagen über deutsche Politiker. Praktisch. Da muss ich mir gar kein neues Programm schreiben, sondern kann es einfach runterladen. Wenn der diplomatische Schleier fällt, kann das so erfrischend sein, wie eine kleine politische Eiszeit im Hochsommer. Und so peinlich wie Suff-Fotos bei Facebook.

Westerwelle soll besonders schlecht wegkommen, vermutlich als vom Amt überforderter Lobbyknecht. Und die Merkel ist eine Tröte. Besonders bitter wäre es, wenn die SPD gar nicht in den Unterlagen auftaucht, weil die Diplomaten regelmäßig alles Überflüssige von der Festplatte löschen. Nur der Guttenberg kommt angeblich gut weg beim Ami. Kein Wunder, den haben sie sich ja jahrelang zurechtgezogen, der ist quasi ein IM des Pentagons.

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Für knapp drei Millionen hat meine Kanzlerin mir jetzt einen Brief geschrieben. Ich find das nobel, dass sie sich dabei nicht mit ner popeligen SMS begnügt, sondern den Brief landauf und landab in die Zeitungen hat drucken lassen. Gut, von mir aus hätte sie ihn auch einfach eintüten und auf die Post bringen können. Aber die sollen ja sehr ruppig sein, da in den Berliner Postfiliale. Die versauen einem glatt den Tag und dann regiert man bis zum Abend nur noch mürrisch vor sich hin.

Jedenfalls hat sie mir in meiner besonderen Eigenschaft als Bürger gedankt dafür, dass ich unser Land so prima aus der Krise rausgebracht habe. Ja, was willste machen. Dich auf die Regierung verlassen? Nö. Das wäre mir zu unsicher. Die weiß erstens nicht, wie man günstig Briefe schreibt und zweitens nicht, dass die Krise nur Pause macht. Trotzdem: Danke für die Blumen, Frau Merkel. Ist doch schön, wenn die Kanzlerin so Anteil nimmt am Bemühen ihrer Untertanen.

Dabei hatte sie wohl das Gefühl, dass sie im Zugzwang ist. So, wie wenn man irgendwo eingeladen ist und das Gastgeschenk vergessen hat. Die Merkel wollte jetzt auch nicht so ganz mit leeren Händen dastehen und hat darum vier Versprechen gemacht. 4 Versprechen für’s Volk, das klingt fast so romantisch wie drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Angie will das mit der Bildung, Energie, den Finanzen und der Gesundheit auf die Reihe bringen, versprochen. Ist ne nette Geste. Aber über einen Fleurop-Blumengruß hätte ich mehr gefreut, das wär wenigstens was Reelles gewesen.

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