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Archive for the ‘Datenschutz’ Category

Tom Kaulitz, Bruder des bei Toko Hotel vorne rumhüpfenden Kajalfrettchens Bill Kaulitz, hatte einen schweren Viagraunfall. Nein, er ist nicht gegen einen Laster mit dem Zeug gefahren.

Er hat es sich beim Feiern eingeworfen, vermutlich, damit er trotz weiterer Drogen den Groupies zeigen kann, wo der Hammer steht. Der stand dann tagelang, bis der Arzt kam. Fast hätte es eine Abstoßungsreaktion gegeben und das Organ hätte sich vom Popstar mit den Worten „Du bist zu weich für mich!“ getrennt. Vermute ich jetzt mal wild.

Manuel Andrack, früherer Neben-Schreibtischtäter bei Harald Schmidt, mittlerweile bekannt als Neospießer mit Herz und Wanderschuh, hatte einen schweren Moralanfall. Beim Kirchentag hat er sich dafür entschuldigt, 20 Jahre keine Kirchensteuer gezahlt zu haben. Jetzt will er wieder in die katholische Kirche eintreten, weil die mit diesem Geld so viele sinnvolle Sachen anstellt. Pfarrerskinder alimentieren und Missbrauchshotlines einrichten?

Im Prinzip begrüße ich ja antizyklisches Verhalten. Trotzdem würde ich jetzt nicht extra bei BP tanken, nur weil die zurzeit so viel gegen die Ölpest tun.

Google, die sympathische Datenkrake und Suchmaschine mit fast alttestamentarischem „Ich seh alles“-Anspruch, hat zugegeben, beim Straßenfotografieren aus Versehen auch Daten. und Email-Fragmente aus privaten WLAN-Netzen eingesammelt zu haben. Ich bin schon gespannt auf die ersten Google-Earth-Satelliten-Bilder mit den eingezeichneten Hochburgen von Legasthenie. Oder Gegenden mit hoher Antwort-Quote auf Potenzmittel-SPAM. Womit sich irgendwie der Kreis schließt.

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Der Typ, der der Steuerfahndung diese Schweizer Daten-CD verhökert hat, wollte dafür 2,5 Millionen Euro. Bekommen hat er angeblich 2,75 Millionen, damit er sie pauschal und ordentlich mit 10% versteuern kann. Und dann trotzdem auf seine Zweifünf kommt. Das nenn ich korrekt! Geschäfte mit Datendieben machen wir a) wenn es sich lohnt und b) wenn sie ordentlich Steuern zahlen.

Der vom Operettenreichsmarschall Guttenberg geschasste Generalinspekteur Schneiderhahn hat vorm Untersuchungsausschuss gesagt, er habe seinerzeit die Verteidigungsminister alt (Jung) und neu (Gutti) „in den Stand der Urteilsfähigkeit versetzt“. Dieser Satz ist von einer auserlesen vernichtenden sprachlichen Akkuratesse und bedeutet: Der hat den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Oder das Recht vor lauter Bomben, was weiß ich.

Da hat der schwarze Baron sich frisch im Job etwas zu flott durchgeyuppiet. Wenn es hart auf hart kommt, wird er sagen: „Ich kann nicht mehr zurücktreten, denn ich steh ja schon mit dem Rücken an der Wand.“

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Die Verfassungsrichter kippen das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, weil es ohne konkreten Verdacht viel zu viel private Informationen einsammeln lässt. Wie ein paranoider Messie, der nichts wegwerfen will und sich auch noch für Google hält. Wenn das nicht das selbe ist.

Mal wieder das Verfassungsgericht, man könnte es echt lieb gewinnen, wenn nicht diese albernen Kutten wären, die dem anderen Trachtenverein so ähneln, der aktuell dieses Jungsproblem hat. Da wird man fast zum Verfassungspatriot. Wer gründet die Verfassungspartei? Man würde ihr mehr trauen als allen anderen.

Telekom und Co. jaulen auf, die haben für teuer Geld technisch aufrüsten müssen, jetzt sitzen sie da und alles muss doch noch mal ganz anders werden. Tja: Politiker, die ihre Verfassung nicht kennen (Internetsperren! HartzIV! Bitte beliebig ergänzen…) können teuer werden. Man sollte sie regelmäßig nachprüfen, so wie beim Führerschein-Idiotentest, aber bitte einmal im Jahr.

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Soll noch einer sagen, die CD wär tot. Jetzt ist sogar eine erschienen, für die die Kanzlerin 2,5 Millionen hinlegen will, darauf die größten Hits der Steuerhinterziehung. Gut, es ist eine illegale Raubkopie vom DJ Datenklau. Aber wenn alle, die drauf sind, wirklich singen, dann rechnet man mit einem Einspielergebnis von 100 Millionen für den deutschen Fiskus.

Die einen sagen, der Staat dürfe sich nicht mit Ganoven gemeinmachen, es sei denn, man kämpft mit George Bush gegen den Terror. Die anderen, etwa Claudia Roth, sagen, es sei gängige Praxis, dass „für sachdienliche Hinweise eine Belohnung bezahlt wird“. Mein Problem ist dabei nur, dass der digitale Gentleman-Gangster den Preis festlegt. Als Finderlohn für Sachen, die bisher noch keiner vermisst hat.

Für die Kanzlerin ist ja immer wichtig, was hinten rauskommt: „Vom Ziel her sollten wir in den Besitz dieser Daten kommen“, sagt sie. Für mich ist die Sache moralisch klar: Wir dürfen einem Dieb seine Hehlerware nicht abkaufen. Wir sollten sie ihm klauen!

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Wenn du mit klaffender Platzwunde auf der Stirn einem FDPler vor die Füße fällst und ihn um Hilfe bittest, wird er dann den Notarzt rufen, die Wunde selbst zusammentackern, oder dir eine Steuersenkung anbieten? Eben.

Manch Wüstenwanderer erinnert sich auch des Moments, als er am Rande des Nervenzusammenbruchs und inmitten der Sahara verzweifelt „Wasser!!!“ rief und ihm am Horizont eine blaugelbe Fata Morgana in Form einer Westerwelle erschien, die ihm kein Glas des lebensrettenden Nasses anbot, sondern doch wieder nur mehr Brutto vom Netto.

Einmal Steuersenkungspartei, immer Steuersenkungspartei. Und wenn sie beim kommenden Dreikönigstreffen die Hosen runterlässt, dann wird sie sich auch dabei wieder stolz die Steuersätze um die Knöchel baumeln lassen.

Das mit den Bürgerrechten, stimmt, das ist auch noch ein liberales Thema. Aber eben nicht das der USA. Kannste nix machen. Ob Bankdaten oder Körperöffnungen, da ist bedingungslose Transparenz gefordert. Amerikareisende werden künftig nur noch fliegen dürfen, wenn sie vorher ihre DNA, eine Stuhlprobe und den Haustürschlüssel eingeschickt haben. Und das alles wegen radikalisierten Unterhosenträgern aus dem Jemen, dem ärmsten Land der arabischen Welt, denen ein Nacktscanner eh am Arsch vorbei geht. Vielleicht lässt Al Kaida sich ja mit Steuersenkungen beruhigen.

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Natürlich braucht diese Regierung einen zweiten Vizekanzler. Und natürlich muss die CSU ihn stellen. Und natürlich müsste das Karl-Top-Gun zu Guttenberg sein. Da haben die Bayern mit ihrer Forderung völlig recht.

Wenn Gutti 2013 eh Kanzler wird, dann könnte er sich jetzt schon mal in den Job reinvizen, er, der stilvollste Politikdarsteller seit der Abschaffung der Monarchie. Diese gelungene Mischung aus Prinz Charles und einem BWL-Studenten, der Windsorknoten unter den Parlamentariern.

Das kommende Jahrzehnt wird das der repräsentativen Guttikratie. Ihm zu Ehren sollten Flughäfen umbenannt, Herrenmaßanzüge entworfen und der Nebensatz ein eigenes Schulfach werden. Spätestens in 4 Jahren ist Angela Merkel nur noch eine drollige Randnotiz, die Queen Mum der Christdemokratie.

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Um morgen nicht im Silvester-Einkaufsgetümmel unterwegs zu sein, war ich heute im Vorsilvester-Einkaufsgetümmel. Alle waren auf Achse und auf der Suche nach Raketen, Rotkäppchensekt und Rucola. Es war so voll, dass ich unwillkürlich dachte: Wenn die an den Flughäfen wirklich Nacktscanner installieren, dann kann es nicht mehr lange dauern, bis die ersten Sicherheitsbeamten Amok laufen.

Nicht alles, was so rumläuft, sollte nacktgescannt werden. Und „Nacktscanner“ ist auf den letzten Metern des Jahres noch mein Unwort 2009 geworden. Bald werden die ersten Passagiere nackt am Flughafen aufkreuzen, sicherheitshalber und Kosten dämpfend. Wer sich bisher Sorgen um den „gläsernen Bürger“ gemacht hat, der darf jetzt schon mal gepflegt Angst vorm nackten Bürger entwickeln.

In einer Bild-online-Umfrage sind 50% der Leser fürs Nacktscannen, gut – das kennen sie ja vom Bild-Girl. Wer eh im Zustand geistiger Nacktheit durchs Leben gleitet, der lässt sich im Kampf gegen den Terror natürlich auch gerne weiter entblößen. Im Fernsehen hat man uns mit Big-Brother jahrelang drauf vorbereitet, dass jeder seine Rosette jederzeit in mehrere Kameras zu halten bereit sein muss, wenn er nicht als Spießer gelten will. Und jetzt wird es eben ernst.

Früher hieß es erotisch „Salz auf unserer Haut“, jetzt heißt es ganz technisch „Staat auf unserer Haut“. Was ich eigentlich sagen will: Danke! Danke an die nette Verkäuferin im Supermarkt, die mir noch hinterhergelaufen ist, um mich auf den nachgefüllten Rucola hinzuweisen. Nackt wär mir das nicht passiert.

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