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Archive for the ‘Bücher’ Category

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Eva Herman, dieses Muttertier mit journalistischem Nebenerwerb, veröffentlicht wieder ein neues Buch. Eigentlich ein Wunder, dass sie noch schreibt. Sie war doch schon kurz davor, herauszufinden, dass Lesen und Schreiben Frauen von ihrer Weiblichkeit entfremdet.

Als wäre der leibhaftige Bischof Mixa in sie gefahren, schildert sie Kinderkrippen als eine Art pädagogisches Guantanamo, das den Kindern die Mutter entreißt und den Müttern ihre identitätsstiftende singende, springende Leibesfurcht. Das Buch heißt „Liebe Eva Herman“. Einerseits weil Eva lieb gehabt werden will. Andererseits weil sie darin Leserbriefe veröffentlicht, die sie nach ihrer ersten schwarzen Mutter-Messe erreicht haben.

Höhepunkt muss die Schilderung einer kinderlosen, im Job mürbe gemobbten 45-jährigen Single-Frau sein, die mit einer Freundin nach Jahren ENDLICH mal in der Küche steht und einen Apfelkuchen bäckt. Und dabei quasi multiple Weiblichkeits-Orgasmen hat. Feststellt, dass sie ihr Leben am liebsten dem Apfelkuchen und apfelkuchenessenden Mann und Kindern gewidmet hätte. Soviel Apfelkuchen könnte ich auch als Mann gar nicht essen, wie ich da kotzen möchte. Auch im Damenprogramm des Lebens gilt: Wenn Eva dir einen Apfel anbietet, dann solltest du laufen. Und nicht den Teig anrühren. Am Ende bist du selbst einfach nur eine Torte.

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Im Sommer kommt der letzte Harry Potter. Und da soll ordentlich gestorben werden, in dem Buch. Sogar zwei Hauptfiguren sollen sich da vom magischen Acker machen. Kann sein, dass Harry sich aufhängt und Hermine eine Überdosis erwischt. Ich kenn mich da nicht so aus, hab aber gehört, dass die Bücher immer erwachsener werden. Und ruckzuck werden aus Lesern schicksalsgeschüttelte (geschüttelt, nicht gerührt?) Literatur-Waisen.

Deshalb (und nicht etwa als PR-Aktion, kannjagarnich!) hat die britische Buchhandelskette „Waterstone´s“ angekündigt, ein Fan-Sorgentelefon einzurichten, weil man dramatischen Szenen wie einst bei der herrlichen Take-That-Auflösung befürchtet. Nach dem Motto: „Jaaa, Harry ist jetzt zwar tot, aber Take That sind ja auch wieder auferstanden, es gibt Hoffnung, das mit dem Auferstehen passiert alle paar tausend Jahre!“.

Da rufen dann die Kids an wegen lauter Sachen, über die sie einfach nicht hinweg kommen. Zum Beispiel, dass J.K. Rowling jetzt genug Geld verdient hat. Und dass Harry Potter neuerdings nackelich mit Pferden posiert und Schamhaare hat. Und jedes Gespräch endet damit, dass der Sorgentelefonator mitfühlend sagt: „Und jetzt, jetzt bist du erwachsen. Geh hinaus in die Welt und such deiner Phantasie eine altersgemäße Beschäftigung! Wie wär´s mit Star Wars?“

Zu diesem Thema erreichte mich auch folgender gezeichnete Kommentar von Nic aus Kirschhausen:

Joergipotter

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