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Archive for the ‘Arbeitsmarkt’ Category

Das Matriarchat ist anscheinend ungefähr so nah wie der Weltuntergang oder die Heiligsprechung von Jörg Kachelmann. Im Osten Deutschlands gibt es 1% mehr weibliche Führungskräfte, als im Westen. Und dafür sind die Frauen in der DDR 40 Jahre Traktor gefahren?!?

Dieses eine Prozent liegt wahrscheinlich nicht einmal an der Sozialisation, sondern daran, dass man die Kanzlerin irgendwie mit reingerechnet hat. Vielleicht ist es aber auch nur ein Zeichen emanzipiert-weiblicher Intelligenz, weil die Frauen sich sagen: Bei DEM männlichen Personal möchte ich keine Verantwortung übernehmen müssen! Oder liegt es daran, dass die Ostfrauen ihre Chef-Karriere natürlich im Westen machen? 1% sind kein „kleiner Unterschied“, sondern ein Herrenwitz.

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Die neuste Idee der Bundesregierung: Arbeitslose Erzieher, Lehrer oder Musiker könnten dazu herangezogen werden, ehrenamtlich „Hartz-IV“-Kinder zu betreuen. Sehr gut! Und arbeitslose Bäcker könnten den anderen Arbeitslosen Brot backen. Arbeitslose KFZ-Mechaniker reparieren ihnen die Autos, arbeitslose Gärtner begrünen ihre Vorgärten und arbeitslose Motivationstrainer unterstützen die Hartz-IV-ler mental.

Dann planen arbeitslose Städteplaner neue Viertel, in die die Arbeitslosen von arbeitslosen Transportunternehmern umgesiedelt werden. Schließlich bauen arbeitslose Maurer einen Schutzwall drum herum und das Ganze wird von arbeitslosen Grenzschützern bewacht. Arbeitslose Beamte übernehmen die Verwaltung und das Ganze wird als autonomer Staat in die Selbstständigkeit entlassen. Vielleicht unter dem Namen „ARD“ – Arbeitslosenrepublik Deutschland.

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Es gibt Branchen, die direkt von den Kürzungen im Sozialbereich profitieren. Zum Beispiel die Fachgeschäfte für Hartz-IV-Bedarf, auch Discounter genannt. Deren Stück vom Kuchen wird immer größer, wenn die Menschen sich die Bankenrettung vom Munde absparen müssen. Und schon boomen die Läden, in denen man den Konsumenten die Paletten vor die Füße knallt und die Milch so billig raushaut, dass die Bauern sich zum Überleben auf RTL prostituieren müssen.

Damit das Geschäft brummt, generieren die Discounter auch gleich noch weitere Armut, indem sie Löhne zahlen, von denen man bei Edeka verhungern würde. Das gilt auch für KiK und Co, in denen man die Produkte weltweiter Kinderarbeit durch ein Lächeln von Verona Pooth aufhübscht, um sie dann Leuten zu verkaufen, die sich nichts leisten können, weil sie beim Lidl arbeiten.

Ein Land verramscht sich und seine Bürger. Und wundert sich, warum es so auf Export angewiesen ist, während es sich zum Discounter Europas erklärt und die Abwärtsspirale auf diese Weise zur ganz großen Nummer macht. Am Ende wird dann die Menschenwürde beigesetzt, auf einer Euro-Palette natürlich.

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Heute hatte ich eine geniale Geschäftsidee. Vielleicht lege ich demnächst mal Flyer aus wie:

„Machen auch Sie sich Sorgen wegen Ihrer schwarzarbeitenden Putzfrau? Raubt Ihnen der Gedanke an einen Arbeitsunfall und die entsprechende Erklärungsnot den Schlaf? Wie wollen Sie dem Arbeitsamt erklären, was da passiert ist? Wir haben die Lösung! In einen Rumdum-sorglos-Paket bieten wir Ihnen unseren Komplettservice unter dem Motto friends&more!

Wir buchen für Sie und Ihre Perle einen günstigen Kurztrip in bekannte und beliebte Urlaubsgegenden, lassen Sie am Flughafen abholen und mit unserem komfortablen Shooting-Shuttle direkt zu einem Photostopp transportieren. Dort wird unser Team spektakuläre Schnappschüsse von Ihnen und Ihrer Reinigungskraft anfertigen und diese noch vor Ort entwickeln und rahmen.

In einem nach dem Lesen sich selbst zerstörenden Kassiber erhalten Sie die glaubwürdige Geschichte Ihrer zufälligen Urlaubsbekanntschaft. Wieder daheim stellen Sie das Foto auf die Anrichte und lassen es regelmäßig abstauben. Sollte die Putzfrau von der Leiter fallen, geschieht dies nicht im Rahmen von Schwarzarbeit, sondern unter Freunden und ihm Rahmen der internationalen Völkerverständigung. Testen Sie uns! Wir sind billiger, als Sie denken!“

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In der Union diskutiert man über Intelligenz. Das ist doch schon mal ein schöner Anfang. Leider geht es dabei um die Idee eines IQ-Tests für Einwanderer. Die will man also nach ihrer zu einem guten Teil angeborenen Intelligenz selektieren, äh, dem deutschen Arbeitsmarkt zugänglich machen.

Das ist natürlich diskiminierend. Genau so gut könnte man auch nach Körbchengröße und sexueller Aufgeschlossenheit auswählen. Das wär dann eben mehr so für den Fortpflanzungsmarkt. Ich fänd ja eine IQ-Tauschbörse interessanter. Für jeden zugewanderten Informatiker, der soundso viel Punkte über dem durchschnittlichen IQ liegt, bürgern wir einen D-Promi oder Kreistagsabgeordneten aus, der entsprechend drunter liegt. Das wär dann auch eine Art intellektuelles Upgrade.

Doch Vorsicht: Es gibt auch jede Menge Arschlöcher mit fantastischem IQ. Da bürgerst du ein paar Jahre fröhlich ein und plötzlich steht die FDP bei 30 Prozent. Apropos: Besonders lustig find ich, wie der Liberale Hartfrid Wolff diese Überlegungen im Sinne der Koalition gerade zu biegen versucht: Gemeint sei damit ja nicht die Intelligenz der Zuwanderer, sondern die Intelligenz der Auswahlkriterien. Allein das ist ein wunderbarer rhetorischer Intelligenztest. Wer´s glaubt, fliegt raus.

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„Nur ein Haushalt, der allen wehtut, ist ein guter Haushalt“, hat FDP-Mann Martin Lindner gestern bei Anne Will gesagt, die ja eine gute Talkshow moderiert, weil sie ebenfalls allen wehtut, die sie sehen.

Nun gilt es, in den nächsten Wochen genau hinzuhören, aus welcher Ecke keine Schmerzensschreie zu hören sind. Da sollte man dann zielgerichtet mit der Bundeswehr in den Haushalt einmarschieren. Wenn es die dann überhaupt noch gibt.

Jetzt kommt es also, das brutalstmögliche Sparpaket aller Zeiten, das deutlich die „Handschrift der schwarzgelben Koalition“ trägt, also die übliche hektische Sauklaue in Druckbuchstaben.

Hartz-IV Empfängern wird das Elterngeld gestrichen, weil ihr Elternsein ja wertlos ist und sich im Kindergeldversaufen erschöpft. Die Betreiber von Atomkraftwerken werden für die Verlängerung der Laufzeiten zur Kasse gebeten. Damit ist die Verlängerung praktisch beschlossen, weil Gold wert.

Die Kürzungen im Sozialbereich dienen natürlich in erster Linie nur dazu, die „Anreize für die Aufnahme von Arbeit zu verbessern“, sagt die Kanzlerin, während ihr Blazer beschämt zutiefst errötet. Na, das wird ne Arbeit sein. Wahrscheinlich 1-Euro-Jobs für Leute, die ihren Keller als Endlager zur Verfügung stellen und dann Strahlenschutzblockwart werden.

„Wir können uns nicht all das, was wir uns wünschen, leisten, wenn wir die Zukunft gestalten wollen“, erklärt die Kanzlerin. Und mancher denkt: Eigentlich wünschen wir uns bloß eine Zukunft, aber wir werden sie uns wohl nicht leisten können.

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Der Wettbewerb in der Disziplin „Kürzen, wo schon lange nix mehr ist“ läuft auf vollen Touren. Jetzt hat der Präsident des Lehrerverbandes, ein gewisser Herr Kraus, der sicher körperlich und geistig so schlank ist, dass man ihn in die Ecke stellen möchte, gefordert, den Eltern übergewichtiger Kinder zur Not das Hartz-IV-Geld zu kürzen. Auf Deutsch: „Lasst sie hungern!“

Thilo Sarrazin sitzt vermutlich in der eisigen Folterkammer seines Herzens und macht alleine La Ola. So ein bisschen Hunger ist eben auch volkswirtschaftlich sinnvoll, das rechnet sich, so gesehen besteht Afrika aus lauter „schlanken Staaten“. Da lassen wir uns doch von so kleinen Fettsäcken nicht die Schuldenbremse verderben.

Wie wäre es denn mit einer Mischung aus Weight Watchers und gemeinnützigem Arbeitslager? Kein Mitleid! Da fallen diese Gören aufgrund ihrer faulen Eltern schon als Konsumenten aus, und dann wollen sie auch noch das Straßenbild mit ihrer Unförmigkeit ruinieren. Und das in Zeiten von Google Street View! Immer drauf auf die keinen Dicken. Während die bodygecoachten Finanzcracks bei leichten Reisgerichten und importiertem Jahrgangsmineralwasser Milliarden verzocken.

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