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Archive for 4. Dezember 2010

Es ist eine bittere Diagnose, wenn auch keine überraschende. Die diesjährigen Ergebnisse der Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ sind klar: „soziale Vereisung und rohe Bürgerlichkeit“ greifen um sich. Vor allem letzteres ist ein interessanter Begriff. Die bürgerlichen Schichten der Gesellschaft streifen das Deckmäntelchen des Bildungsbürgertums ab und zeigen darunter den nackten Hass auf Fremde, Schwache und wirtschaftlich Nutzlose.

Da mutiert der Bürger zum Monster, geschaffen vom neoliberalen Dr. Frankenstein, zum Leben erweckt in dem Moment, als der Blitz der Finanzkrise eingeschlagen hat. Und die soziale Vereisung scheint ebenfalls so unaufhaltsam wie gewollt. Ein gangbarer Weg, wenn man nur genug Streusalz auf die Wunden gibt. Eine Regierung, die behinderten Hartz-IV-Empfängern, die bei ihren Eltern leben, die Bezüge um ganze 20% kürzt, ist genau das: roh und vereist. Blutiges Fleisch on the rocks. Das Menschenfresserbuffet ist eröffnet.

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