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Archive for 17. November 2010

Für knapp drei Millionen hat meine Kanzlerin mir jetzt einen Brief geschrieben. Ich find das nobel, dass sie sich dabei nicht mit ner popeligen SMS begnügt, sondern den Brief landauf und landab in die Zeitungen hat drucken lassen. Gut, von mir aus hätte sie ihn auch einfach eintüten und auf die Post bringen können. Aber die sollen ja sehr ruppig sein, da in den Berliner Postfiliale. Die versauen einem glatt den Tag und dann regiert man bis zum Abend nur noch mürrisch vor sich hin.

Jedenfalls hat sie mir in meiner besonderen Eigenschaft als Bürger gedankt dafür, dass ich unser Land so prima aus der Krise rausgebracht habe. Ja, was willste machen. Dich auf die Regierung verlassen? Nö. Das wäre mir zu unsicher. Die weiß erstens nicht, wie man günstig Briefe schreibt und zweitens nicht, dass die Krise nur Pause macht. Trotzdem: Danke für die Blumen, Frau Merkel. Ist doch schön, wenn die Kanzlerin so Anteil nimmt am Bemühen ihrer Untertanen.

Dabei hatte sie wohl das Gefühl, dass sie im Zugzwang ist. So, wie wenn man irgendwo eingeladen ist und das Gastgeschenk vergessen hat. Die Merkel wollte jetzt auch nicht so ganz mit leeren Händen dastehen und hat darum vier Versprechen gemacht. 4 Versprechen für’s Volk, das klingt fast so romantisch wie drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Angie will das mit der Bildung, Energie, den Finanzen und der Gesundheit auf die Reihe bringen, versprochen. Ist ne nette Geste. Aber über einen Fleurop-Blumengruß hätte ich mehr gefreut, das wär wenigstens was Reelles gewesen.

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