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Archive for 4. November 2010

Schubladenbanking

Die Hamburger Sparkasse hat ein einfaches Weltbild und unterteilt ihre Kunden in sieben Gruppen: Bewahrer, Hedonisten, Abenteurer, Genießer, Performer, Tolerante und Disziplinierte.

Das alles natürlich nur als „Hilfsmittel, um die Kunden besser zu verstehen“. Auf Deutsch: Ihnen mit den passenden Worten die unpassendsten Produkte anzudrehen. Beim Genießer empfehle sich „eine weiche Wortwahl, um Phantasie und Genuss ins Spiel zu bringen“. Also vielleicht: „Könnten sie sich vorstellen, wie wunderbar es sich anfühlen muss, von einer kuscheligen Rendite verwöhnt zu werden?“ Quasi das Manufaktum-Investment.

Beim Bewahrer sollte man „Ängste aufbauen“. Natürlich nur so als Verständnishilfsmittel. Und dem Performer muss man das Gefühl geben, als Top-Kunde ganz besondere Angebote zu bekommen. Ich schlage den Kunden vor, die Bank nur noch mit Buttons und bedruckten T-Shirts zu betreten wie: „Ich bin ein bewahrender Genußperformer“ oder „Disziplinierter Toleranzabenteurer“.

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