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Archive for 20. Oktober 2010

Die Parteien sind ja eigentlich immer alle in der Krise. Das ist der Normalzzustand. Eine Partei, die nicht in der Krise ist, kann schon mal anfangen, sich Sorgen zu machen.

Die Konservativen sind in der Krise, weil sie nicht mehr wissen, was sie wollten, als sie noch waren, was sie nie wieder sein werden. Die SPD ist in der Krise, weil sie erst Schröder bewältigen musste und dann von Merkel paralysiert worden ist. Und dann hat sich Sigmar Gabriel zu lange mit Knut fotografieren lassen, statt mit Arbeitern. Lafontaine hat ihr Angst gemacht und Steinmeier und Steinbrück haben die Rest-Aura der Sozialdemokratie in sich aufgesogen wie ein schwarzes Loch.

Heute liegt die SPD siech unter dem Denkmal des letzten Kohlekumpels und ist nur noch eine CDU mit erhöhtem Diskussionsaufkommen. Die FDP ist in der Krise, weil sie dachte, sie sei beliebt. Jetzt stellt sie fest, dass der Wähler mit ihr nur einen One-Night-Stand hatte. Weil er sagt: „Für Freiheit kann ich mir nix kaufen, also kann ich sie mir nicht leisten.“

Die Grünen sind in der Krise, weil sie Angst haben, bald regieren zu müssen. Dann müssten sie wieder Kriege führen und sich an der Realität beschmutzen. Denn in der Regierung sterben Utopien wie die Fliegen. Und die Linke ist in der Krise, weil sie in der Theorie zu abstrakt ist und in der Praxis zu muffig.

Laut Wikipedia ist eine Krise eine „problematische, mit einem Wendepunkt verknüpfte Entscheidungssituation“. Das ist eine gute Nachricht. Denn wo sich keiner entscheidet, ist also auch keine Krise. Puh.

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