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Archive for 5. Oktober 2010

„Der Islam gehört mittlerweile zu Deutschland“, sagt der Bundespräsident. Die CSU und über 80% der Bildleser sehen das anders. Das heißt, sie wollen Menschen, die hier leben, vorschreiben, was sie zu glauben haben. Dabei gehört der Islam so zu uns wie der Buddhismus, der Atheismus, der Feminismus oder der Lenaismus.

Ich als religiös minderinteressierter Mensch bekomme so langsam Lust darauf, Moslem zu werden. So ein ganz schlampiger, der nicht in die Moschee geht und die Sache überhaupt nicht ernst nimmt. Der Islam gehört nämlich genau so zu Deutschland wie der Heuchelkatholizismus oder der Weichnachtsprotestantismus. So ein leicht siffiger Rocknroll-Islam wäre der Anfang von wahrer Integration und Aufklärung, her mit den Koranhippies!

Im Ernst: Wie krank hier der interreligiöse Kulturwettbewerb läuft, sieht man unter anderem am Bild-Kommentar von Ernst Elitz, dem langjährigen Intendanten des Deutschlandfunks: „Wer in deutschen Moscheen betet, muss sich auch für den Bau christlicher Kirchen dort einsetzen, wo bisher nur Minarette erlaubt sind. Wer in der U-Bahn Koran liest, muss dafür kämpfen, dass in islamischen Staaten der Verkauf von Bibeln erlaubt wird. Das verlangt schon die Fairness.“

Wenn das keine Einbahnfairness sein soll, müsste auch der, der in Istanbul das Vater Unser betet, dafür kämpfen, dass es beim H&M auf dem Kuhdamm Burkas zu kaufen gibt. Da hätten wir doch aber alle Besseres zu tun.

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