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Archive for Oktober 2010

Da haben wir den Salat. Laut Zeitschrift “GQ” sind die Männer des Jahres Matthias Schweighöfer und (tataaaa!) Rainer Brüderle. Steht GQ für “größter Quatsch”, oder was?

Wenigstens Schweighöfer hat erklärt, sehr verwundert zu sein. Aber Rainer Brüderle als Ikone moderner Maskulinität, als role-model 2010??? Soll ich weiter zunehmen, mir eine dickere Brille kaufen und durch die Weltwirtschaftsgeschichte stolpern wie ein weinfestgeschädigter Elefant im Porzellanladen?

Seit wann ist die FDP sexy? Seit wann sind präsenile Altpolitiker, bei denen selbst die Kanzlerin heimlich die Hände über’m Kopf zusammenschlägt, Testosteronhelden? Wenn Brüderle die deutsche Antwort auf George Clooney sein soll, dann ist die Kanzlerin wahrscheinlich the next Angelina Jolie.

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Das Schlimmste an Halloween sind ja die Mütter. Es klingelt, du öffnest die Tür, vor dir steht ein als Zombie verkleidetes Kind und guckt dich ängstlich an. Zwei Meter hinter ihm schaut die Mutter strahlend um die Hausecke und feuert den Nachwuchs an: “Ja, geh hin, mach dem Mann richtig Angst, dann kriegst du auch Bonbons!”.

Was in den 80ern die Tennismütter waren, sind heute die Halloweenmütter. Der reinste Horror. Und nachher kann RTL dann wieder berichten, wie Kinder für Bonbons jedem Schänder hinterherlaufen.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Phillipp H. Mißfelder (das “H” steht für die Hüftgelenke, die er vor Jahren mal den Senioren nicht gönnen wollte) findet es schlimm, wie Halloween den Reformationstag und Allerheiligen aus dem Bewusstsein verdrängen. Halblang! Bei uns war in den Zeiten vor Halloween Allerheiligen auch nur der Tag, an dem das Einkaufszentrum im wenigen Kilometer entfernten Nachbarbundesland offen hatte.

Und den Reformationstag würde auch keiner kennen, wenn die Protestanten nicht als Halloween-Abwehr neuerdings Lutherbonbons verteilen würden. Ohne Halloween wüssten wir gar nicht, was wir nicht vermissen. Darauf einen Kürbis.

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Alles zum Anlecken

Da geht echt die Post ab, bei der Post. Seit sie sich mit Schreibwaren, Batterien (!) und Schraubenziehersets (!!) was dazuverdienen muss, wird es immer abenteuerlicher. Heute gab es kleine Wandkalender. Und zwar in den Geschmacksrichtungen “Cats”, “Horses” und “Men”.

Tolle Kombination. Mehr braucht die Frau von Welt nicht: Was zum Kraulen, was zum Reiten und was zum Müllrausbringen. Kaufen Frauen auf der Post Männeraktkalender? Oder ist das mehr was für die schwule Kundschaft? Und wo sind eigentlich die Kalender mit den nackten Mädels? Ausverkauft? Oder nicht vorgesehen, weil “Cats, Horses, Women” irgendwie sexistisch wäre?

Bei uns hieß das früher nicht “Cats, Horses, Men”, sondern “Mama, Papa, Kind” oder “Stadt, Land, Fluss”. In dieser erotisch aufgeheizten Atmosphäre muss sich auch keiner wundern, wenn eine Dame ihm entgegentritt und funkelnden Auges sagt: “Ich habe hier ein Postwertzeichen. Können sie sich bitte frei machen?”

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“Von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern, und hüte mich, mit ihm zu brechen”, sagt Mephisto über den lieben Gott. Und ich aber manchmal über Gerhard Schröder.

Ist schon ein skurriles Schauspiel, zu sehen, wie er so aus seiner Gazprom-Versenkung rausgespringteufelt kommt, um in einer unerwarteten Verlängerung der legendären Elefantenrunde die Merkel anzupflaumen. Jetzt hat er ihren Aufschwung für sich reklamiert. Von wegen “meine Agenda” und so.

Fast hätte er sich bei ihr noch ´ne Flasche Bier bestellt. Gemein, das. Grad, wo sie umfragetechnisch am Asphalt kratzt, kommt der alte Zirkusgerd und macht noch mal auf dicke Sozeneier. Und plötzlich ist wieder ein Hauch Testosteron und Rock´n Roll in der Politik – nach dem ganzen Pragmatiker-Koma und Gel-Adel-Hype.

Vielleicht kann er sich noch hochpöbeln bis zu einer Art Keith Richards der Berliner Republik. Oder er legt ein bisschen Make-Up auf und torkelt ab und zu aus Richtung Russland so Jack-Sparrow-mäßig in die Debatte. Aye!

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Wahnsinn on Tour

So. Die ersten bestellten und auch abgeholten Castor-Behälter mit Atommüll sind unterwegs. Strahlenschutzexperten finden, dass davon keine Gefährdung ausgehe. Und gleichzeitig empfehlen sie den mitreisenden Sicherheitsbeamten Abstand zu halten: “Je weiter weg, desto besser!”

Für Polizisten, die näher als fünfeinhalb Meter dran kommen, wird die Aufenthaltsdauer genau gemessen. Wahrscheinlich nur für den Fall, dass man sich mal vor Gericht wiedersieht. Oder als wissenschaftliches Experiment. Polizisten müssen ja für viel herhalten, wenn man sie nicht grade auf Rentner knüppeln lässt.

Die Castordinger halten übrigens nur 40 Jahre, da möchte man kommenden Generationen zurufen: “Viel Spaß beim Umfüllen!” Übrigens werden sie bis zu vierhundert Grad heiß und stehen dann in Hochsicherheits-Lagerhallen, weil keiner weiß, wo man sie endlagern könnte. Nicht die Polizisten.

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Ja, die Kanzlerin hat neuerdings einen Stalker. Nein, das hat nichts damit zu tun, dass Frank Walter Steinmeier wieder in Berlin aufgetaucht ist.

Ja, Paul, die WOK (Weltmeisterschafts Orakel Krake), ist tot. Nein, er starb nicht im WOK, sondern im hohen Alter von zweieinhalb.

Ja, die Bildzeitung hat illegalerweise ein Sexvideo mit Otti Fischer aufgekauft. Nein, Stephanie von und zu Guttenberg hat damit nicht auf RTLII versucht, Perverse in eine Falle zu locken.

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Frage dich nicht, was der Staat für dich tun kann, sondern, was du für ihn rauchen kannst. Eigentlich sollte der Ökosteuer-Rabatt für stark energiefressende Unternehmen deutlich gekürzt werden. Das wird er jetzt nicht. Das fehlende Geld holt der Staat sich von den Rauchern, denen man dafür die Tabaksteuer erhöht.

Das heißt: Raucher rauchen für die Ökosteuer, die ihrerseits dazu dient, die Sozialversicherungs-Beiträge gering zu halten, wahrscheinlich damit die Raucher sich vom „mehr Netto vom Brutto“ auch genug Kippen leisten können. Raucher sind eigentlich die Schlüsselfiguren unserer Volkswirtschaft.

Erst hat man sie süchtig gemacht, dann auf die Straße verbannt und jetzt laufen sie im Hamsterrad aus Steuern und Nikotin, um hier das Perpetuum mobile in Gang zu halten. Die Hersteller von Nikotinpflastern sind der Staatsfeind Nummer eins. Und wir leben im Marlborough Country. Hier sollten überall Denkmäler stehen für „den unbekannten Raucher“, der sein Leben gegeben hat im Kampf für den Boom.

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