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Archive for 14. August 2010

Der Markt regelt alles. Und wer hat ihm das erlaubt, wo er doch bekanntermaßen ein Arschloch ist, mit Aszendent Charaktersau? Wir. Selber schuld. Und da jammern wir, dass es heute keine moralischen Instanzen mehr gibt. Dabei haben wir den Markt diese Welt und unser kollektives Bewusstsein ordentlich aushöhlen lassen.

Heutzutage überlegt doch jeder dahergelaufene Papst, wie er seinen Laden am Markt positioniert und vor der Konkurrenz behauptet. Politiker sind nur noch Meinungs-Trader und handeln mit Ansichten, als wären es Aktien, die allein von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Und selbst die Künstler und Poeten sind seltener auf der Suche nach einer guten Idee, als auf der nach einem guten Sponsor.

Der Markt hat uns zersetzt, wie die Körperfresser im Film, er ist der Hirnfresser Nummer eins. Jedes Mal, bevor wir die Haustür verlassen, schauen wir in den Spiegel, um zu sehen, ob sich der Typ gut verkaufen lässt, den wir da im Angebot haben. Wenn nicht, wird investiert, in Ersatzteile, Silikon oder Fettabsaugung.

Wir investieren in Beziehungen, in unsere Kinder und in die Zukunft. Wir rechnen selbst die Liebe entsprechend der täglichen Wechselkurse um in vermögenswirksame Leistungen und Emotional-Devisen. Der Markt macht uns hässlich. Und das rechnet sich auf die Dauer für ihn.

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