Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for 30. Mai 2010

Lenaland

Was für ein erfrischend neues Deutschlandbild: Fräuleinwunder 2.0 ! Stell dir vor, die ganze BRD wäre leicht verrückt, gut gelaunt, aufgedreht und im entscheidenden Moment arschcool. Also ungefähr das Gegenteil von Angela Merkel.

Lena ist eine große Hoffnung – für alle Eltern, die sich sagen: “Vielleicht kann aus unserem hyperaktiven Kind auch noch was werden, wenn man das Ritalin weglässt”. Möglicherweise ist sie auch ein Rollenmodel fürs ganze Land. Mit Rettungsschirm, Charme und Melodie (naja, etwas, nicht viel) durch die Krise, Hauptsache Abi und Fußwippen.

Hör mir auf mit mediterraner Leichtigkeit, ab heute kommt die Leichtigkeit aus Hannover, jawoll! Und sie hat einen herzerfrischenden “Ich bin zwar erst 19, aber hab 40 Jahre in einer Suppenküche in Soho gearbeitet”-Akzent.

1982 sah das noch ganz anders aus, da klampfte eine “Ich hab keinem was zuleide getan”-Tröte in einem Kleid aus reinster modischer Kapitulation was von “ein bisschen Frieden”. Was schon damals so zupackend sinnvoll war wie “ein bisschen Schwangerschaft”. Auch Nicole war damals eigentlich eines von Kohls “Mädchen”. Drei Engel für Helmut: Nicole, Angela und Uschi Glas.

Heute heißt der Papa Stefan Raab und ist ein bildungsferner Spaßzyniker, der langsam erwachsen wird. Auch das ist Hoffnung. Der Aufschwung kommt an beim Zuschauer.

Wie ein Satellit hat uns die gute Laune umkreist, immer fast nervig, aber eben auch immer im kleinen Schwarzen. Die ideale Mischung aus Lebensfreude und Reduktion, Sparzwang und Ohrwurm. Hätten Audrey Hepburn und Helge Schneider ein gemeinsames Kind, es wäre Lena. Und es täte uns gut. Oder, um es mit Lenas Worten zu sagen: “Ich freu mich so, so hart”. Ein Satz, den man bisher nur aus der Pornobrache kannte.

Read Full Post »

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.