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Archive for 14. Mai 2010

Die EU spannt einen Rettungsschirm nach dem anderen auf, die Zahlen werden immer größer, die Kanzlerin immer kleiner. Da kommt Roland Koch aus dem hessischen Busch gesprungen und sagt: Wir müssen so viel Banken und Währungen retten, lasst uns doch zuerst mal bei der Bildung und der Kinderbetreuung sparen!

Scarface is back. RoKo ist ja ein erfahrener Kinder- und Bildungsschreck. So Sprüche haut er gerne raus, danach trifft er sich wahrscheinlich kurz mit seinem alten Kumpel Dalai Lama auf ein beseeltes Lächeln und gleicht sein Karma mit positiver Energie aus.

Klar, Bildung. Da zu kürzen macht Sinn, denn je blöder ein Volk ist, desto mehr kann man es ausnehmen, ohne dass auf den Straßen allzu viel Autos brennen. Da ist er ganz Landesvater des Bankenviertels.

Bildungsministerin Schavan antwortet ihm: „Niemand in Deutschland wartet auf solche Vorschläge!“ Stimmt nicht ganz. Die Bundesländer brauchen diesen Aufschrei der Empörung, um vom Bund nicht auf den Kosten für mehr Bildung sitzengelassen zu werden.

Und die Kanzlerin braucht wie immer den bösen Wolf Koch, um wie im Märchen vom „Rotkäppchen und den sieben Geißlers“ empört rufen zu können: „Roland, warum riskierst du so eine dicke Lippe?“ Jedenfalls hat ihr alter Über-Bande-Spezi ihr so mal wieder die Gelegenheit für ein richtungsweisendes Dementi gegeben. Von wegen, Mutti hat keine Meinung.

Knallhart und entschieden hat sie verkündet „Vorfestlegungen von Sparanstrengungen auf bestimmt Bereiche“ seien fehl am Platz. Was ja eigentlich nichts anderes heißt als: Das werdet ihr dann nachher sehen, wo wir gespart haben werden.

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