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Archive for 3. Mai 2010

Aburdes Theater neulich live im Stuttgarter Landtag. Auf einer Pressekonferenz verkündet Justizminister Goll (FDP) : „Unser Ziel ist es, dass möglichst wenig Waffen in privatem Besitz bleiben“. Und dann gerät er ins Schwärmen über seine beiden Pistolen, eine Heckler und Koch und eine Smith und Wesson, die ihn wegen des „technisch-sportlichen Aspekts“ faszinieren.

Der anwesende Ministerpräsident Mappus greift ein und sagt, es gehe hier nicht um die Waffen des Justizministers, das Kabinett sei ansonsten natürlich unbewaffnet. Nein, sagt da der anwesende Innenminister Rech (CDU), auch er sei leidenschaftlicher Schütze.

Naja, meint Mappus, aber wenigsten sind zwei der anwesenden Kabinettsmitglieder waffenfrei! Da sagt der Finanzminister: „Ich habe keine, aber meine Frau hat eine“.

Das sind also die Politiker, von denen die Amoklauf-Hinterbliebenen erwarten, dass sie das Waffenrecht verschärfen. Das ist kein Kabinett, das ist wilder Westen. Wer von denen fährt privat auch noch Panzer? Das Justizgollum trägt seinen „Schatz“ übrigens zur Selbstverteidigung, weil der den polizeilichen Personenschützern nicht traut.

In Anspielung auf einen Vorfall von 2007 sagt er: „Wenn man dem Günther Oettinger eine Torte auf die Brust werfen kann, dann weiß ich eigentlich schon alles!“ Der Landeschef der Polizeigewerkschaft fragt sich deshalb jetzt, ob Goll in diesem Fall geschossen hätte, und bittet den Minister, die Waffen abzugeben, bevor er eine Gefahr für die Allgemeinheit wird.

Bleihaltige Luft, da in Baden-Württemberg, ich schlage einen neuen Slogan vor: „Wir schießen auf alles, außer auf Hochdeutsch!“

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