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Archive for 2. Mai 2010

Die Polizei in Hamburg war überrascht und hatte nicht mit großer Randale gerechnet. Obwohl die dazugehörige Demo das Motto „Kapitalismus zerschlagen!“ hatte. Und eben nicht „Kapitalismus mit Wattebäuschen bewerfen!“ Vielleicht sollte man Demos mit „Zerschlagen“ im Titel erst gar nicht zulassen?

Andererseits war die Hamburger Polizei davon ausgegangen, dass die Autonomen eh alle nach Berlin und Rostock reisen, um sich dort Nazis in den Weg zu stellen. Haben sie auch getan. Aber das Problem sind gar nicht mehr die Autonomen, sondern die jugendlichen Straßenhooligans, deren Gewalt eben so wenig „links“ ist, wie Wetterfrösche monogam sind.

Und deswegen haben die auch nicht nur „Banken“ und „Ausbeuterdrogeriemärkte“ zerschlagen (eben nicht strukturell, sondern rein glasereitechnisch), sondern auch noch eine Apotheke, eine Boutique und einen Plattenladen. Blöder geht´s nicht. Es ist eben auch eine Bildungsfrage. Da geht es den Autonomen wie den Handwerksbetrieben im Allgemeinen: Du findest einfach keine Auszubildenden mehr, die auch nur intellektuellen Mindeststandards genügen, und seien es die Grundrechenarten der korrekten Feindbestimmung.

Jetzt haben die eher kapitalismus-unverdächtigen Bewohner des Schanzenviertels erst mal etwas weniger Verbandszeug, Klamotten und Musik. Es kann nicht mehr lange dauern und sie gründen eine Bürgerwehr.

In Berlin hat ein Polizist einen am Boden liegenden Demonstranten herzhaft gegen den Kopf getreten. Aber auch deswegen muss ich kein Glaserbeschäftigungsprogramm starten, das regelt man heute wie im Irak: per YouTube an die Öffentlichkeit.

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