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Archive for 19. April 2010

Weil die Kriegsbegeisterung der Deutschen in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Strahlkraft des Verteidigungsministers steht, hat sich die CIA jetzt in einem geheimen Papier Gedanken gemacht, wie man die Deutschen emotional neu für den Afghanistan-Einsatz erschließen könnte.

Eine Niederlage am Hindukusch führe nur zu mehr Terror, Rauschgift und Flüchtlingen in Deutschland. Halb so wild, werden viele sagen, Terror, Rauschgift und Flüchtlinge, das kennen wir, das waren die Sechziger, da war immerhin die Musik besser als heute.

Deshalb schlägt die CIA vor, mehr an positive Gefühle anzuknüpfen, und sei es an die Siegessäulen-erprobte Obamania. Wenn wir Obama so bewundern, wenn wir ihn für eine Lichtgestalt, ja gar für eine bessere Merkel halten, dann sei doch auch die Frage erlaubt, was wir eigentlich tun, um ihm zu helfen. Obamania ist keine kostenlose Hüpfburg, spätestens am Ausgang muss gezahlt werden.

Und schließlich empfiehlt das Papier, in den deutschen Medien Interviews mit afghanischen Frauen zu forcieren, damit aus den Truppenbewegungen eine Art Frauenbewegung wird. Also: Wenn demnächst Alice Schwarzer nach Kundus fliegt, um mit dem Schlachtruf „Yes we can!“ Mohnfelder und BHs niederzubrennen, dann ist hoffentlich allen klar, wie der Hase läuft. Im Zweifelsfalle Zickzack, damit er nicht getroffen wird.

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