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Archive for 12. April 2010

Die Erotikbranche ist im Umbruch, bei Beate Uhse machen die Umsätze schlapp. Kein Wunder: Billigen Schmuddel gibt es im Internet und fertig. Deshalb setzt der Konzern jetzt verstärkt auf die weibliche Kundschaft. Für die bietet man freundliche Premium-Shops in Citynähe, quasi das erotische Pendant zum Frauenparkplatz.

Neben Dessous und allem, was brummt, experimentiert man hier mit dem völlig neuen Produktbereich „Living“: Wohnaccessoires wie Bettwäsche, Handtücher und Bademäntel. Für die Jungs bleibt mal wieder nur der völlig alte Produktbereich „Fucking“, deshalb gibt es für sie „Fun-Center in Gewerbegebieten mit guter Verkehrsanbindung“.

Der Trend geht also zur Geschlechtertrennung. Und das sogar beim Sex. Hier die erotischen Trockengestecke, Fußwärmer und Frühstücksbrettchen aus dem weiblichen Erotikwohnen, dem Emanuelle-Ikea gewissermaßen, dort die Rammelsiffschuppen für klebrige Fernfahrer.

Dazwischen ist nichts, das Niemandsland des übersexualisierten Aussterbenwollens, die Unerotik des Alltags, ein Todesstreifen sexueller Apartheid statt sinnlicher Appartheit.

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