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Archive for 5. April 2010

Flach wie ein Brett, aber sexy

An diesem Ostern ist das iPad auferstanden. Aus dem Nichts. Es macht den herkömmlichen Religionen (auch der aktuell arg gebeutelten katholischen Kirche) vor, wie man die Menschen erreicht: Man muss sie berühren UND sich von ihren berühren lassen.

Eine glatte, abwaschbare Oberfläche und ein Betriebssystem, das weniger zum Arbeiten, als vielmehr zum dran glauben gedacht ist – fertig ist das Hightech-Erweckungserlebnis. Und abgebucht wird von der Kreditkarte. Endlich eine anbetungswürdige Instanz, die zum Kunden sagt: “Steve Jobs erschuft dich nach seinem Ebenbild und siehe, du bist wunderschön, du bist ein Konsument, wir lieben dich und du darfst uns anfassen!”.

Wer sich je von einem iPhone verführen ließ, wird wissen, dass er all seine Kraft zusammen nehmen muss, um nicht eines Morgens auch noch mit dem iPad auf dem Kopfkissen neben sich zu erwachen. Das ihn dann lächelnd fragt: “Na, wie war ich?”

Schlimm, wie techno-sexuell und computer-ästhetisch ausgehungert wir nach all den Jahren mit Aldi-PCs und Microsofthässlichkeitren sind. Da langt ein Fünkchen Anmut und wir gehen vor Bewunderung in die Knie und in den Dispo. Denn noch immer gilt in Abwandlung eines alten Spruchs von Eric Clapton: Das iPad ist Gottes Art und Weise, dir zu sagen, dass du zu viel Geld hast.

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