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Archive for 2. April 2010

Mit Wählern kommunizieren Politiker ja oft wie mit Kleinkindern. Die Erfahrung gibt ihnen Recht. Steuererhöhungen werden putzig versteckt und hervorgezaubert wie im frühkindlichen „Guckuck – daaaa!“-Spiel. Schreit der Bürger unzufrieden, wird er mit dem Fernseher beruhigt. Ansonsten verspricht man ihm ein schönes Autospielzeug, wenn er den Brei schluckt, den man ihm vorsetzt.

Manchmal haben Kleinkinder und Wähler Angst vor Monstern. Das können Heuschrecken sein oder Grippeerreger oder Banken. Kinderpsychologen sagen, dass es dann wichtig ist, den Monstern ihre Unheimlichkeit zu nehmen, indem man sie sympathischer schildert, oder drauf hinweist, dass auch die Ungeheuer ihrerseits Angst haben. So wie: „Schau, die Hypo Real Estate braucht einen Rettungsschirm, weil die böse Finanzkrise ihr alles weggefressen hat“ oder „Die Schweinegrippe ist bestimmt ganz einsam, weil keiner sie mehr kennen will. Lass uns Impfstoff kaufen, damit wir mit ihr spielen können!“.

Und erst das Griechenmonster und das Lohnnebenkostenmonster und das Benzinpreismonster! Dabei zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden, könnte auch wichtig und beruhigend sein. Das funktioniert aber erst bei Kindern ab etwa sieben Jahren, für Wähler ist das nix.

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