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Archive for April 2010

Mitmänner, Eisklötze und Gefühlslegastheniker! Es gibt Hoffnung! Wissenschaftler haben jetzt in einem Experiment Männer mit einem Oxytocin-Hormonspray besprüht. Und schon waren sie sensibler und entwickelten ein größeres emotionales Einfühlungsvermögen, wie es sonst nur bei Müttern oder Friseuren vorkommt.

Das heißt: Männer könnten künftig einen medikamentösen Emotionsverstärker mitführen, wie der Diabetiker seine Insulinspritze. Und immer, wenn man merkt „Ui, die Frauen um mich herum haben alle feuchte Augen, das könnte eine hochemotionale Situation sein, in der ich mich hier befinde, ich glaube ich sollte im Anteilnahme-Bereich kurzfristig meine Performance pushen!“ – pffffft!

Wichtig ist nur, dass der Mann autonom bleibt und das Spray nicht in Frauenhände gerät, wie man das teilweise schon von der Fernbedienung kennt. Nicht dass du deine Partnerin bittest, dir mal ein Bier zu holen und plötzlich hast du einen Blackout und findest dich schluchzend mit Kuscheldecke auf dem Sofa wieder und irgendwer hat auch noch die DVD vom „Englischen Patienten“ eingelegt.

Aber vielleicht ist das zu weit gedacht. Als Mann reagiert man auf die Erfindung dieses Spray typischerweise mit dem Satz: „Geil! Damit krieg ich jede rum!“.

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Jetzt haben die Rating-Agenturen Griechenlands Staatsanleihen als Ramschpapiere bewertet. Prompt braucht das Land noch mehr Geld, um seine Finanzlöcher zu stopfen. Und Merkels Nummer als EU-Domina kürzlich („Kusch! Wir geben nix! Erst, wenn wir müssen!“) hat die Lage nur verschärft.

Jeder Tag ohne EU-Hilfen macht die Sache kostspieliger und den Euro wackeliger. Aber die Kanzlerin wollte ja den NRW-Wahlkampf abwarten, bevor sie mit Milliarden hantiert. Manche nennen ihn deshalb jetzt schon den teuersten Wahlkampf aller Zeiten.

Merkel kuscht vorm Boulevard, der sich fröhlich in Klischee-Orgasmen windet: „Die Griechen tanzen, singen und fressen, während ihr Ministerpräsident auf einer malerischen Insel in der Sonne steht und um Kredite bettelt“.

Da will Angie nicht als Umfallerin dastehen, was je eh eine absurde Kombination ist. Also wird sie richtige Politik erst wieder nach dem 9.5. machen können, an dem ja nicht nur Landtagswahl und Muttertag, sondern dieses Jahr eben auch noch Mutti-Tag ist.

Bis dahin flucht sie leise in sich hinein und hofft, dass wir im Sommer wenigsten Fußballweltmeister werden und sie dabei so auf der Tribühne stehen kann, als wär sie ein Grund dafür.

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Kurz vor der Vereidigung hat sich Aygül Özkan für ihre Forderung nach kreuzfreien Klassenzimmern entschuldigt. Sie habe die betreffende Aussage „ohne genaue Kenntnis des Landes Niedersachsen“ gemacht. Jetzt ist es also offiziell: In der Union kann an ohne genaue Kenntnisse Minister werden!

Und brave Integration ist, wenn die Muslima dann für die Karriere im letzen Moment zu Kreuze kriecht. Bei der Vereidiung sagt sie dann auch „So wahr mir Gott helfe“. So als kleines Verbalkruzifix zur Wiedergutmachung. Wobei sie den gemeinsamen Gott von Juden, Christen und Muslimen gemeint hat. Und wahrscheinlich sogar auch noch das fliegende Spaghettimonster.

Christian Wulff hatte sie ja angeschleppt, als Coup, weil er den Grünen zeigen wollte, wie flippig und multikulturell er ist. Heimlich übt er auch schon Bauchtanz. Am Tag der Vereidigung versuchte er es dann mit Humor: „In zwanzig Jahren wird man darüber lachen. Wie bei Hildegard Knef. Als die für ein paar Sekunden nackt im Fernsehen zu sehen war, haben manche gefordert, die Geräte abzuschaffen“.

Ach, das ist also der aktuelle Stand des CDU-Frauenbilds: Hilde Knef 1951. Der Film damals hieß „Die Sünderin“. Und es ging um eine Frau, die die Prostitution als Ausweg aus einer Notlage wählt. Also um Käuflichkeit. Wenn das mal kein Freud’scher war!

Da hat den Wulff doch glatt kurzzeitig seine Schwiegersohn-Contenance verlassen und prompt vergleicht er ein Bekenntnis zu den Ansichten des Bundesverfassungsgerichts mit dem Aufblitzen von Nippeln. Für die einen geht es um die Trennung von Staat und Kirche, für den anderen doch wieder nur um Titten.

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Nachdem uns die Regierung jetzt endlich den Krieg erklärt hat, kann die Militarisierung des Alltags weiter gehen. „Jugendoffiziere“ werden verstärkt an die Schulen geschickt, um zu erklären, warum der Einsatz in Afghanistan „über jeden Zweifel erhaben ist“, wie es die Kanzlerin zu sagen pflegt. Klar. So erhaben wie Bischof Mixa, Jörg Kachelmann oder die Atomkraft.

Jetzt will man also die Jugend für die Deutschlandverteidigung am Hindukusch begeistern, weil sich ja nach diversen Amokläufen bis in die Heeresleitung herumgesprochen hat, dass sie ein entspanntes Verhältnis zur Schusswaffe hat. Außerdem ist sie durch die Gnade der ganz späten Geburt unbeleckt von den Wirrungen jeglicher Friedensbewegung.

Da kommt der Jugendoffizier mit seinem Einstiegsangebot in die aufstrebende Heldenindustrie gerade Recht. Bald wird es wieder verstärkt Kriegerdenkmale im Stadtbild geben. So, dass man zu einem jungen Mann in Sachen Berufswahl sagen möchte: „Wenn du was Sicheres suchst, was mit Perspektive, dann gib dir einen Ruck und werde Steinmetz!“

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Die Frau ist so wenig assimiliert, dass sie nicht einmal das traditionelle Ignorieren unserer Verfassung mitmachen will.

Noch ist Aygül Özkan nicht als Sozialministerin der CDU in Niedersachsen vereidigt, schon hat sie angemerkt, dass staatliche Schulen für sie ein neutraler Ort seien, an dem religiöse Symbole wie Kreuze oder Kopftücher nichts zu suchen hätten. Skandal! In der Union ist die Empörung groß: „Was für eine undankbare Türkin! Jetzt lassen wir sie schon extra mitspielen in der Demokratie, und dann will sie Kreuze verbrennen! Demnächst sollen wohl Minarette in die Klassenräume und alle Lehrer müssen Burka tragen!“.

Dabei hat das Bundesverfassungsgericht diese Frage schon im Jahr 1995 ganz im Sinne von Frau Özkan entschieden. Und nur so renitente Verfassungsfeinde wie die CSU („In den Klassen und auf den Gipfeln bleiben die Kreuze!“) halten das für eine „abstruse Idee“.

Auch der Vorsitzende der „Schüler Union“ fordert den Verzicht auf diese Ministerin, weil mit ihr die Partei ihre Glaubwürdigkeit verliere. Er heißt übrigens Younes Ouaqasse und ist Muslim. Es gab Zeiten, die für Christen übersichtlicher gewesen sein müssen. Zum Beispiel die Inquisition.

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Die Blödzeitung macht ja knallharte Recherche. Grade auch bei großen internationalen Finanzthemen wie Griechenland und die EU. In einer investigativen Qualitätsjournalismus-Recherche schickt das Blatt per Taxi einen Mitarbeiter in ein Athener Ausgehviertel, um dort die Kreditwürdigkeit unseres Handelspartners zu überprüfen. Was er dort vorfindet, ist schockierend: „Sie feiern weiter! Die Lokale sind voll, viel Fleisch auf den Tellern, der Ouzo fließt.“ Und der Taxifahrer will keine Quittung ausstellen!

Griechenland hat versagt. Der Schlendrian tanzt auf den Tischen! Und der anständige Deutsche, der morgens früh raus muss, zahlt die Zeche. Für die Blödzeitung ist klar: Solange die Griechen nicht überwiegend von altem, feuchtem Knäckebrot leben, mit Merkelmundwinkeln zum Weinen in den Keller gehen und Buchhaltung zu ihrer Herzensangelegenheit machen, sagen wir: Pfui!

Griechenland gehört in die Dritte Welt! Und dann können sie bei Dirk Niebel um Entwicklungshilfe betteln, aber erst wenn sie wirklich ausgemerkelt ausgemergelt sind und nicht mehr nach Knoblauch stinken. Das wird die Blödzeitung regelmäßig überprüfen lassen, von einer deutschen Spaßbremse im Taxi.

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Manche macht die Krise erst richtig geil. Hohe Mitarbeiter der US-Bankenaufsicht haben mitten in der Finanzkrise lieber während der Arbeit Pornos geschaut, als Banken beaufsichtigt. Einer hat sogar bis zu 8 Stunden pro Tag an seinem Bürocomputer verfolgt, was das Auf und Ab und die diversen Bewegungen der Kopulationsmärkte so machen.

Sind wir doch mal ehrlich: „Fanny Mae“ und „Freddy Mac“ klangen schon immer eher wie Pornodarsteller, als wie Banken. Und ist es dem Finanzaufseher zu verdenken, dass er grade in Zeiten der Krise gerne mal sieht, wie nicht nur wo was reingesteckt wird, sondern dabei auch noch richtig was rauskommt?

Großer Schaden wird nicht entstanden sein. Wer telefonisch bei einem dieser Bankenspanner Auskunft über den Zustand der Finanzmärkte eingeholt hat, dem wird das entsprechende Stöhnen am anderen Ende der Leitung eine deutliche Warnung gewesen sein. Wer immer nur Banken beobachtet, der ist halt irgendwann so viel Obszönität gewöhnt, dass er den Unterschied zwischen Subprime und Hardcore einfach nicht mehr sieht.

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