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Archive for 28. März 2010

Der Winter war hart und Deutschlands Straßen sind löchrig wie Guido Westerwelles Umfragewerte. Um sie zu reparieren (die Straßenlöcher!) bräuchte man 3 Milliarden Euro, die hat keiner. Man könnte die Krater-Straßen natürlich als Kulisse an Hollywood vermieten, wenn da mal wieder eine Mondlandung verfilmt werden soll.

Bis dahin haben sich die deutschen Kommunen eine kostengünstige Zwischenlösung einfallen lassen: Statt Löcher zu flicken, werden einfach „Tempo 30“-Schilder aufgestellt. Deutschland ist porös, aber sicher – wenn alle langsam machen. Vielleicht findet irgendwer noch eine günstige Bezugsquelle für billige chinesische Straßenschild-Imitate.

Und dann machen wir das prinzipiell überall so: Nicht Missstände beseitigen, sondern Schilder aufstellen. Da wo Schulgebäude baufällig sind, kommt ein „Steinschlag“-Schild hin. Da, wo die Leute bei den Tafeln für Essen anstehen, ein Hinweis auf „Staugefahr“. Und dort, wo nur Dumpinglöhne bezahlt werden, ein „Gefälle“-Schild mit genauer Prozentangabe. Zur Not erklären wir das ganze Land zur verkehrsberuhigten Zone. Dann wundert sich auch keiner mehr, warum wir aussterben.

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