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Archive for 11. März 2010

Ich bin ja mit Harald Schmidt, Herbert Feuerstein und „Schmidteinander“ groß geworden. Und werde nie die Siegfried-und-Roy-Parodie vergessen, in der Feuerstein ununterbrochen „Look at me, i am Roy!“ gesagt hat. Genau diese Mischung aus Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität sehe ich heute beim Vizedekadenzler, der Mann ist doch ein einziges „Look at me, i am Westerwave!“.

Und natürlich muss er vor allem seinen Freunden zeigen, wie weit er es gebracht hat, weswegen er international immer mit Family&Friends unterwegs ist. Ob es sein Lebensgefährte („Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich zu begleiten“), oder direkte Geschäftspartner seines Bruders Kai Westerwelle sein, bei Guidos Delegationen ist die Geschmäckle-Quote erstaunlich hoch. Dürfen da jetzt endlich die in seinem Windschatten Geschäfte machen, die alle die Jahre außer ihm an ihn geglaubt haben?

Wie kann man nur so frisch im Amt, das einem eh die wenigsten zugetraut haben, derartig fettnapfblind durch die Welt schweben? Da regiert die Eitelkeit. Wer einmal im Big-Brother-Container war, ist für Altersweisheit und ihre Frühformen für immer immun. Es ist wie eine groteske Variante der Geschichte vom „Bildnis des Dorian Gray“: Wenn er in den Spiegel schaut, sieht Westerwelle für immer gut aus. Dafür altert die Kanzlerin rapide.

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