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Archive for 2. März 2010

Thilo Sarrazin, der Schnurrbart der sozialen Kälte, Möchtegern-Herrenreiter und Erfinder der präsenilen Asozialität hat am Wochenende in der Süddeutschen einen besonderen Rat für alle, die mit HartzIV auskommen müssen: „Kalt duschen! Warmduscher sind im Leben noch nie weit gekommen!“.

Während des Gesprächs kippt er sich eine heiße Schokolade mit Sahne durch den Bart. Der Hardliner ist also Kabatrinker. Und warm machen lässt er sich das Zeug auch noch. Das ist genau die spätabgestillte Dekadenz, aus der heraus sich anderen dann Kaltwassertipps unterbreiten lassen. Demnächst verkündet er: „Dreck fressen! Enthält viele Mineralstoffe und härtet ab!“.

Währenddessen hat der Paritätische Wohlfahrtsverband dem Vizedekadenzler detailliert vorgerechnet, dass er seine Hetze mit eindeutig falschen Zahlen befeuert und in Deutschland natürlich der, der Arbeit hat, noch immer mehr verdient, als der, der auf HartzIV angewiesen ist. Das gilt sogar bei Minilöhnen bis runter zu 5,90 in der Stunde.

Weniger ist kein Lohn, sondern eine Frechheit, die man gegen Arbeitslose nur aufrechnen kann, wenn man seinen Schnurrbart in heißer Schokolade badet oder die Unterhose mit der Kneifzange anzieht. Übrigens: Die Meldung mit den korrekten Zahlen, die heute überall zu lesen war, sucht man in der Bildzeitung (dem Wachturm der Westerwellesekte) vergebens.

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