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Archive for 30. Mai 2009

Magna steigt bei Opel ein, der deutsche Steuerzahler nimmt dafür gewaltige Risiken in Kauf und Wirtschaftsseifenopernminister von und zu Guttenberg war kurz vorm Rücktritt. Jetzt macht er das, was Michael Glos jahrelang gemacht hat: Die Zähne zusammenbeißen und sich politisch übergehen lassen.

Opel ist wieder Kanzlerinnensache, mit allem von und zu. Die sagt, die Alternative, also eine geordnete und möglicherweise wirtschaftlich sinnvollere Insolvenz, sei „politisch absolut nicht verantwortbar“. Das heißt: Es wäre politisch riskant. Und das heißt wiederum: Egal wie viel Zukunft Opel hinter sich hat, wir haben Wahlen vor uns!

Autobauen ist wie Kartoffelchipsessen, wenn man einmal damit angefangen hat, kann man kaum noch aufhören. Guttenberg ist wohl nur deswegen nicht zurückgetreten, weil die Kanzlerin es ihm verboten hat. Wahrscheinlich hat sie ihm mit Gelverbot und Wuscheligmachen gedroht. In diesen Zeiten gleich noch einen Wirtschaftsminister öffentlich zu verschleißen, das wäre ein PR-Super-GAU.

Guttenberg ist noch ganz schwindelig vor lauter Selbstaufgabe, warum er an Bord bleibt, begründet er so: „Die Brücke für mich war, dass die gesamte Bundesregierung zu einer Gesamteinschätzung gekommen ist. In diese Einschätzung ist meine abweichende Haltung mit eingeflossen“. Wo diese Brücke hinführt, ist klar: Zur nächsten.

Bis zum Herbst wird zu Guttenberg den Maffay machen und noch über mindestens sieben Brücken gehen müssen. Oder wie der Zahnarzt sagen würde: Wenn er nicht über die Brücken ginge, müsste er auf dem Zahnfleisch gehen. Opel gerettet, Guttenberg versenkt? Schön wär´s.

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