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Archive for 4. Mai 2009

Während die deutsche Jugend sich weiterhin im Komasaufen ergeht, hab ich heute auf der sonnigen Terrasse in einen Thriller aus dem Goldmann-Verlag reingeblättert. Jetzt bin ich unsicher, ob Komasaufen nicht intelligenter wäre.

Bei Goldmanns gibt es entweder chronisch unterbezahlte Lektoren, gar keine Lektoren oder subversive Lektoren, die Bonunsbedeutungen einschmuggeln, wo sie nur können. Ich halte alle drei Möglichkeiten für wahrscheinlich. Erstes Beispiel: „Aus dem Augenwinken heraus beobachtete er…“. Aha. Da winkt also jemand mit den Augen und sieht dabei sogar noch etwas. Augenwinken ist wohl das Gegenteil von Fähnchenklimpern. Aber es kommt noch besser: „Die Frau, in der er sich verliebt hatte…“. Er war also zuerst in ihr. Und dann hat er sich auch noch verliebt. Wahrscheinlich beim Augenwinken.

Das Spannendste an diesem Thriller ist die Frage, ob die Sprache bis zum Schluss durchhält, oder ob sie krachend in sich zusammen bricht, so richtig mit Fehlermeldung: „Wollen Sie die Syntax wirklich neu starten, ja oder nein?“. Goldmann, das ist eine Art Komalesen.

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