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Archive for 21. Februar 2009

Zur Zeit kannst du wohl echt froh sein, wenn du nicht neben einem Autohaus wohnst. Da geht es rund, in einer Mischung aus Kirmes und Winterschlussverkauf reißen sie die letzten Kleinwagen von den Wühltischen, die Verkäufer haben Eurozeichen in den Augen und alle sind drauf als hätten sie LSD-Konfetti auf Lunge geraucht. Nachts ziehen lallende Autohändler feiernd durch die Straßen. Stimmung! Und alles wegen der Schnickschnackprämie.

Was ICH mich ja frage, ist: Was passiert, wenn der Spuk in einzwei Monaten rum ist, Prämie finito, Autospaßgeld alle, aber die Krise noch immer am brummen? Dann kommt eine Öde, eine gewaltige. Eine PKW-Konsumwüste, in der der Einzelhändler einsam in seinem Laden sitzt und wieder weiß, wo das „Einzel“ vor dem Händler herkommt.

Dann werden alle, die ein neues Auto gebraucht haben, für die nächsten 10 Jahre keines mehr brauchen und der Rest hält eh die Knete zusammen und fährt seinen VW weiter, der läuft und läuft und läuft. Die Autobauer werden in die Röhre schauen. Das ist wie bei den kommunizierenden Röhren aus dem Physikunterricht, das hängt alle zusammen, die Käuferflut im Fasching und die Ebbe für den Rest des Jahres. Und alles nur für den erbärmlichen psychologischen Wahlkampfeffekt „etwas getan zu haben“.

Kleine Serviceleistung meinerseits: Wer wie ich vor einem halben Jahr einen umweltfreundlichen Neuwagen gekauft, sich dafür von seinem 10 Jahre alten Gebrauchten getrennt und dafür nicht mal im Ansatz von irgendwem Zweifünf bekommen hat, darf sich im Kommentarbereich ausheulen. Für Häme ist natürlich auch Platz.

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