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Archive for 20. Februar 2009

Märklin. Das war ja immer diese Modelleisenbahn, wo an den Schienen automatisch das Schotterbett mit dran gewesen ist. Märklin hat also immer schon jede Menge Schotter rausgehauen.

Vor ein paar Jahren wurde es dann eng, da sind die Mitarbeiter auf die Straße gegangen und haben dafür protestiert, dass der Finanzberater Kingsbridge aus London Märklin aufkauft und saniert. Da stand die Belegschaft praktisch vor der Heuschrecke, hat die Hose runtergelassen und gesagt „Nimm mich!“.

Kingsbridge ist eingestiegen und hat stilecht gleich mal gerufen: „Zurücktreten an der Bahnsteigkante“, also 300 Mitarbeiter entlassen und dann sowas von drauflosberaten, dass Märklin drei Jahre später Insolvenz anmelden musste. Und dann guckt sich der Insolvenzverwalter die Unterlagen an und stellt fest: Ohne die Beratungskosten für Kingsbridge, wäre die Firma Märklin heute nicht pleite.

Diese Berater haben jährlich 10 Millionen Euro gekostet. Was ziemlich genau dem jährlichen Verlust ensprochen hat. Kingsbridge, das ist die Brücke, unter der du am Schluss schlafen musst. Denen ging es doch nur drum, da den Schotter rauszutragen. Wer solche Berater hat, braucht keine Feinde mehr.

Wenn Märklin sich statt dessen von einer Telefon-Astrologin auf 9-live hätte beraten lassen, dann gäbs die Firma in 100 Jahren noch. Also: Wenn du nach einem Unfall im Straßengraben liegst und dann kommt so ein Finanzberater auf dich zu und fragt, ob er helfen kann, dann kannst du froh sein, wenn du dein Pfefferspray dabei hast!

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 auch als Audio-Podcast erhältlich

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