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Archive for 1. Februar 2009

Der Terror ist angekommen. Und zwar in meiner Küche. Erst ging es im Rahmen eines „Abenteuers Dessertforschung“ um die Frage, ob man weiße und braune Mousse so aufeinanderschichten kann, dass es lustig aussieht. Antwort: Jein.

Allerdings war dann die letzte (weiße) Schicht vom ausführenden Organ (also mir) mit souveränem (also wenig) Augenmaß so knapp dimensioniert worden, dass ein spontan einberufener Küchenstudio-Kriegsrat die rücksichtslose Anwendung einer finalen Rettungsdekoration beschloss: „Da muss geraspelte Schokolade drauf!“.

Und dann kam das, was ich jedem ans Herz lege, der Verwendung für einen gepflegten Nervenzusammenbruch hat. Ich habe Schokolade mit einer handelsüblichen Küchenreibe in ein flaches Plastikdöschen gerieben. Und jetzt kommts: Bitterschokolade mit 85% Kakao scheint sich beim Reiben statisch aufzuladen. Muss man gesehen haben!

Allein das Anheben des Schälchens führte dazu, dass die feinen Flöckchen in hysterischer gegenseitiger Abstoßung wirr durch die Gegend sprangen. Ungefähr wie ein Ameisenhaufen auf Crack und in Panik. Die ganze Küche war voll davon, auch der Boden. Und ich. Vor Arm wischen kannst du dir das Zeug nicht, dann schmilzt es.

Das Ganze hatte einen Verheerungsgrad, der dem entspricht, wenn man die Wirkung einer explodierten Kaffeemaschine mit der einer geplatzten Toner-Kartusche multipliziert. Nur halt in süß. Was man in dem Moment aber auch nicht genießen kann.

Ich wollte hiermit als kleine Dienstleistung an treue Leser deutlich vor den weithin unterschätzten Gefahren der statischen Schokoraspelaufladung warnen! Und beim nächsten Mal gibt es zum Nachtisch Käse. Ach, was heißt Käse – wer mag, soll sich einfach eine Scheiblette aus dem Kühlschrank nehmen. Und damit gebe ich zurück in die angeschlossenen Haushalte.

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