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Archive for 9. Mai 2008

Also noch mal kurz: Burma heißt eigentlich auch Birma und nennt sich aber seit Jahren lieber Myanmar, hat einen durchgeknallten astrologiegläubigen Diktator und eine Militärregierung, die nicht nur Demonstranten niederschießt, sondern auch glaubt, Stärke zu demonstrieren, indem sie in eigener Regie die Opfer der aktuellen Sturmkatastrophe verhungern lässt. Internationale Hilfskräfte werden nach Hause geschickt, die Hilfsgüter dürfen bleiben, werden in Regierungsfahrzeuge umgeladen und mit liebem Gruß vom abgetauchten Diktator pressewirksam an einzelne, linientreue, fotogene und wahrscheinlich bald mit Orden versehene Opfer verteilt.

Auf der Titelseite der staatseigenen Propagandazeitung mit dem glamourösen Namen „Neues Licht von Burma“ findet sich ein Foto des Premiers bei einer Hilfsaktion, also genau genommen dem Verteilen von 20 Fernsehern und 10 dvd-Playern an „Bedürftige“. Die wahrscheinlich keinen Strom und keine Kinolaune haben. Aber froh sein können, dass man sie nicht als propaganda-untaugliche Katastrophen-Weicheier standesrechtlich hingerichtet hat.

Wenn man gegen den Willen der Regierung Care-Pakete über dem Land abwerfen würde, wäre das eine Verletzung des birmesischen Luftraums. Na und? Machen! Und auf alles, was eine Uniform trägt, am besten gezielt ganze Fernseher schmeißen. Dass man den Menschen dort nur mit und nicht gegen die Regierung helfen kann, will ich nicht glauben. Und auch nicht, dass es den Menschenrechten förderlich ist, Geschäfte mit diesem Land zu tätigen. Wie es etwa Siemens, Lufthansa oder Pfaff tun. Letztere stellen Nähmaschinen her. Wo so viele Uniformen sind, ist viel für die zu tun.

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