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Archive for 1. Mai 2008

Ich mag ja Charlotte Roche. Wer derartig souverän bei Harald Schmidt seine Schneidezahnprothese rausnehmen, in die Luft werfen und mit dem Mund so wieder auffangen kann, dass sie sitzt als wäre nix gewesen – Respekt! Ich gönne ihr auch den Erfolg ihres kleinen schmutzigen Buchs, dieser bis dahin für unmöglich gehaltenen Kombination aus Wichsvorlage, Feminismusvorlage und Herpesvorlage.

Aber dass sie und diese „Lady Bitch Ray“-Rapperin jetzt als endgeile Fackelträgerinnen der Aufklärung gefeiert werden, das geht mir doch irgendwie zu weit. Und damit das mal klar ist: Der Erste, der gerne voller Begeisterung öffentlich von seiner Muschi geschwärmt hat, war Edmund Stoiber! Was mich an der Bitch am meisten nervt ist diese Haltung, als wollte sie permanent sagen: „Ich darf in der ARD dem Pocher mein eingetuppertes Vaginsalsekret überreichen und dabei das Vokabular eines triebgestörten Bierkutschers verwenden, weil ich nämlich grade meine Doktorarbeit schreibe!“. Toll, eine Akademikerschlampe, darauf hat die Welt gewartet.

Wenn jetzt auch Frauen es cool und fortschrittlich finden, wie 14-jährige akne-geplagte und schwellkörpergesteuerte Daueronanisten zu reden, dann frage ich mich, ob das wirklich ein Erkenntnisgewinn ist, oder nicht einfach ein Niveauverlust. Das ist doch keine Emanzipation, das ist ein ästhetisches Downgrading.

Gleichberechtigung ist, wenn alle gleich eklig sind? Wenn die Kanzlerin nicht nur Dekolleté zeigt, sondern auch vor der Kamera flucht, popelt, kotzt und masturbiert? Wenn endlich die erste Frau ihre Kinder 20 Jahre im Keller missbraucht hat, oder was? O.k., einigen wir uns vielleicht darauf: „R&B“, also Roche und Bitch, waren ein Befreiungsschlag, aber jetzt käme es ganz schnell darauf an, rauszufinden, wie es danach weitergehen soll. Und wer aufwischt.

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