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Archive for 28. April 2008

Moment mal: Der ganze Liebreiz der Gesundheitsreform zeigt sich im Begriff des „morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs“. Klar, es geht darum, den Kassen mit den krankesten Patienten einen Augleich zu finanzieren. Stell dir vor, Kasse A hat nur lauter Einbeinige mit Raucherbein als Mitglieder und Kasse B nur lauter nichtrauchende Tausendfüssler, da wird es ohne finanziellen Ausgleich schwierig mit dem Wettbewerbsgedanken. Trotzdem eine unangenehme Idee, dass der Gesetzgeber morbiditätsorientiert ausgleicht. Ein Kandidat für das „Unwort des Jahres“.

Moment noch mal: Porsche-Chef Wiedekind hat vor 5 Monaten in seinem Wolfsburger Hotelzimmer ein Babyfon gefunden und fühlt sich diese Woche davon so abgehört, dass er Strafanzeige erstattet? Babyfon? Das passt aber nicht unbedingt zum alten VW/Audi-Slogan „Vorsprung durch Technik“. Wiedekind versucht ja zur Zeit, für Porsche die VW-Mehrheit zu kapern und steht deswegen etwas als Buhmann da. Will er darum gerade jetzt auch mal ein bisschen als Opfer dastehen? Verständlich. Aber dann doch bitte nicht als Babyfon-Opfer, merkt er nicht, wie klein er sich damit macht?

Moment doch noch mal: Zypries und Schäuble haben mit dem US-Justizminister ausgemacht, dass auch Daten zum Sexualleben und der Gewerkschaftszugehörigkeit von Verdächtigen übermittelt werden dürfen, natürlich nur zur Terrorabwehr. Weil ja bekanntlich grade die Kuschelsex-Freunde mit Trillerpfeife terrorgefährlich sind. Oder vor allem auch die Jungfrauenfetischisten mit Megaphon. Die Minister behaupten, dass die Vereinbarung die Rechte von Verdächtigen im Gegenteil besonders schützt, da sie regelt, dass diese sensiblen Daten nur nach besonderer Prüfung weitergegeben werden können. Also kann man davon ausgehen, dass bisher auch Penislänge, Stillverhalten, Golfhandicap und Zehennägelschneidegewohnheiten übermittelt wurden.

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