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Archive for 27. April 2008

Der Präsident der Deutschen Rentnerversicherung, Herbert Rische, hat einen einfachen Trick, um die Altersversorgung eines Landes schnell zu beurteilen: Er geht zu McDonalds. Arbeiten dort vor allem ältere Menschen, gibt es ein Rentenproblem. Interessant. Künftig sagen wir nicht mehr „ich geh mal eben zum Meckes“, sondern „ich mach mal einen sozio-ökonomischen Kurz-Check“. Und wenn dir da jemand über 60 die Pommes in die Tüte schaufelt, dann kannst du direkt anfangen, dir Sorgen um deinen Lebensabend zu machen.

Rische sieht die Armut in Deutschland eher bei den Langzeitarbeitslosen, Alleinerziehenden und Kinderreichen. Und bei den „Mc-Jobbern“ natürlich, also denen, die hart arbeiten, aber so wenig dabei verdienen, dass sie auf Staatsknete angewiesen sind. Dass die dann als Rentner ebenfalls arm sein werden ist keine künftige Überraschung des Rentensystems, sondern eine Folge menschenverachtender Arbeitsverhältnisse in der Gegenwart. Das reißt auch keine Rente mehr raus. Auch wenn manche „Rente“ anscheinend noch immer für einen vorparadiesischen Gnadenzustand halten, eine Art Wiedergutmachung kurz vor der Bahre nach dem Motto: „Wir haben dich so lange beschissen, da, jetzt mach mal ne Kreuzfahrt, sei dankbar und dann halt die Klappe!“.

Altersarmut ist also nichts, was auf uns zukommt, sondern eine Armut, die wir heute schon kultivieren. Da können die bei Mc Donalds direkt schon mal anfangen, die Tasten ihrer Kassen in Großdruck zu beschriften…

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