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Archive for 18. April 2008

Natürlich brauchen wir den großen Spähangriff, denn nur mit der ollen Lauscherei ist noch kein Terror verhindert. Wenn du also glaubst, in deinem Bekanntenkreis sind Leute, von denen unter Umständen eine fundamentalistische Gefahr ausgeht (und seien es nur Kreationisten oder Tokio-Hotel-Fans), dann solltest du zu Hause vermehrt freundlich lächeln, winken und die Problemzonen bedeckt halten – zumindest wenn Besuch da ist. Kann sein, dass der Geheimdienst mit günstig von Lidl übernommenen Kameras deine Hütte im Visier hat. Mit den Bildern können die Beamten dann, je nach Tageslaune und Beweislage, entweder Attentate verhindern oder wild onanieren. Wenn sie einen Richter finden, der auch dafür ist. Der findet sich, verlass dich drauf.

Richtig sicher würde ich mich natürlich erst fühlen, wenn endlich auch der große Körperwerte-Angriff kommt: Was ein potentieller Gefährder im Sanitärbereich in die Schüssel haut, muss direkt medizinisch ausgewertet und in die Terrordatenbank überspielt werden. Und den Riechangriff brauchen wir! Subversiver Attentäter-Angstschweiß muss frühzeitig erkannt und gemeldet werden, da muss beim BKA direkt ein Lämpchen auf der Landkarte aufleuchten, wenn irgendwo im Land jemand eine Aura verströmt wie sie typsich beim Platzieren von Kofferbomben ist. Auch auf die Gefahr hin, dass es sich dabei nur um eine DSDS-Mottoshow handelt.

Zauderer warnen ja immer vorm Überwachungsstaat, vor „Big Brother“. Dabei ginge das noch gar nicht weit genug, denn bei „Big Brother“ gibt es ja eine „kamerafreie Stunde.“. Sicherheitspolitisch eine Katastrophe. Wenn da mal was passsiert, wirds eng für den Innenminister…

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