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Archive for 16. April 2008

Selbst Polizeibeamte brauchen jetzt immer öfter Nebenjobs, um über die Runden zu kommen. Das muss er sein, der Aufschwung: Deutsche Polizisten, die nebenher in Libyen als Nachhilfe ranklotzen. Eigentlich darf der Job „den Beamten nicht in einen Widerstreit mit seinen dienstlichen Pflichten bringen“, gut das ist in Libyen ja eigentlich gewährleistet. Was halt nicht geht, ist dass der Staatsdiener morgens Strafbescheide wegen Ruhestörung ausstellt und abends als Straßenmusiker in der U-Bahn nervt.

In München schätzt man gar, dass insgesamt (ob offiziell oder schwarz) ein Drittel der Polizeibeamten nebenberuflich tätig ist. Da ist die Versuchung groß, bei der nächsten Alkoholkontrolle zu sagen: „Ich, hicks, habe rein gaarnix getrunken, hicks, aber ich suche jemanden, der mir am Wochenende den Grünschnitt macht, mein lieber Freund und Gartenhelfer…“. Wenn selbst die Staatsdiener nicht mehr das Gefühl haben, der Staat könne sie ernähren, dann ist was faul.

Das nimmt echt überhand mit diesen Nebenjobs: Erst Münte als Krankenpfleger daheim, dann Zumwinkel als Geldkurier nach Liechtenstein und zuletzt auch noch Merkel als Pin-Up-Model in Oslo. Kein Wunder, dass die Hauptjobs drunter leiden.

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