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Archive for 11. April 2008

Roman Herzog warnt vor einer „Rentnerdemokratie“. Weil die Politik sich immer mehr auf die immer weiter wachsende Wählergruppe der Senioren einstellt. Für die wird künftig vor allem in Wahlkampfzeiten mehr Geld rausgehauen. Klar: Was kümmert mich Nachhaltigkeit, wenn ich eh schon gebrechlich bin und meine Kinder Arschlöcher? Roman Herzog selbst ist 74. Er war immer der Meinung, dass ein „Ruck“ durch Deutschland gehen müsse – kein „Rollator“.

Es geht nicht darum, dass irgendwelche Jung-BWL-Schnösel ihrer Oma das neue Hüftgelenk vorenthalten wollen, sondern darum, dass Politiker eben so verdammt zielgruppenorientiert sind, dass sie kein Problem damit haben, vor lauter Populismus alt auszusehen. Die meisten Wahlplakate sind ja heute schon in seniorenfreundlicher Großschrift gehalten. Bald verteilen sie Krückstöcke mit Parteiaufdruck und Handtücher, mit denen man auf der „MS Rentnerfänger“ Liegestühle reservieren kann. Die Vergreisung begann ja schon, als damals die CDU im Wahlkampf immer „Angie“ von der Knittercombo „Rolling Stones“ gespielt hat.

Und jetzt wird mal eben so zwischendurch die Rente erhöht. Die große Koalition ist praktisch der Seniorenteller der deutschen Demokratie: Billig, völlig überwürzt und so berechnet, dass kein junger Mensch davon satt wird.

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