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Archive for 31. März 2008

Das Ende des Feminismus ist erreicht, wenn eine Künstlerin „traditionelle weibliche Handarbeit im männlich geprägten öffentlichen Raum zeigen“ will, und das mit einen „feministischen Anspruch“ tut. Sie stickt nämlich Herzchen in die Polster von öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ist so ein avantgardistische Provokation, dass die Arbeit „am besten älteren Menschen gefällt“. Klar. Soweit ist es gekommen seit Alice Schwarzer Werbung für die Bildzeitung macht, wahrscheinlich wegen der Tittenmädchen mit dem feministischen Anspruch.

Das nenn ich Frauenpower: Handarbeiten im Bus. Wo soll das hinführen? Sockenstricken für die Bundeswehr? Gardinen umnähen im Puff? Kuchenbacken für KFZ-Mechaniker und Blumenkübelbepflanzen für die Herren von der Deutschen Bank? Das kommt mir so sinnvoll vor, wie wenn man gegen die Globalisierung protestiert, indem man wildfremden Menschen Gartenzwerge in die Rabatten stellt. Manchmal ist Kunst ohne Anspruch am schönsten. Und Anspruch ohne Kunst.

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