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Archive for 26. März 2008

Lidl ist die neue Stasi. Schon erschreckend, wie man bei Lidl anscheinend die Mitarbeiter ausspäht, überwacht und schikaniert. Sollte man glatt boykottieren, den Laden. Nein, Moment, das ham wir ja bei Nokia und China schon festgestellt: Boykott ist keine Lösung. Wenn Lidl keinen Umsatz macht, sind die Mitarbeiter ihren Job los. Also sollten wir ihnen praktisch helfen, vielleicht mit kleinen Datenschutz-Care-Paketen, die zum Beispiel einen starken Magneten zum Löschen von Festplatten oder diverse Perücken zum Austricksen der Videoüberwachung enthalten.

Bei Lidl gefährdet man anscheinend schon seinen Job, wenn man nur aufs Klo geht. Eine befragte Angestellte, die aus Angst vor Abmahnung die Kasse nicht verlassen wollte, brachte es so auf den Punkt: „Manchmal kam ich nach Hause und hatte einen nassen Schlüpfer“. Gut das ist vielleicht etwas ungeschickt formuliert, klingt wie ein Satz aus der Autobiographie von Gina Wilde. Aber wie kann ich jetzt künftig Lebensmittel einkaufen, wenn ich mir am Kassen-Laufband unweigerlich Gedanken über Kassiererinnenschlüpfer machen muss? Danke, Lidl!

Wer an einem Lidl vorbeikommt, sollte künftig solidarisch an die Kasse treten und fragen: „Soll ich sie mal 5 Minuten vertreten, oder haben sie heute noch nichts getrunken?“. Tja, Lidl ist wahrscheinlich die Abkürzung für „Lass ich diskret laufen“. Und die Arbeitswelt doch immer noch einen Tick unappetitlicher, als man befürchtet.

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