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Archive for 20. März 2008

„Leidtragende wären die Sportler, die sich jahrelang auf Olympia vorbereitet haben“ war für mich bisher das blödeste Argument gegen einen Boykott. Erklär das mal einem Tibeter, der sich jahrelang hat unterdrücken lassen. Die chinesische Regierung macht einen auf Betonkopf und sieht den Dalai Lama als einen Wolf in der Schmunzelonkel-Mönchskutte, in Tibet erweitern junge Buddhisten ihre ganzheitliche Friedfertigkeit um das Abfackeln chinesischer Geschäfte inklusive Besitzer. Ein unübersichtliches Drama.

Deshalb: Ja zu Olympia! Nur auf die Weise kommen genug Journalisten, Sportler und andere Öffentlichkeitshersteller nach China. Und obwohl die Olympischen Statuten den Athleten keine politischen Äußerungen erlauben, kann jedes Siegerpodest zu Mini-Demo werden. Ich will Orange sehen! Und lamaeskes Lächeln! Zur Not auch Richard Gere. Und jeder, der dann seine Medaille deswegen wieder aberkannt bekommt, ist ein Held, der bewiesen hat, dass der olympische Gedanke ursprünglich ein anderer war als der Gedanke an den Sponsor.

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