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Archive for 19. März 2008

Wasser ist ein kostbares Gut, eine knappe Ressource, vor allem, wenn man bedenkt, wie viel Wasser wir indirekt verbrauchen. Und damit meine ich jetzt nicht das, was man im Schwimmbad so aus Versehen schluckt oder was bei DSDS-Shows dramatisch weggeheult wird. Faszinierend ist die von einem britischen Wissenschaftler errechnete Menge des von ihm „virtuell“ genannten Wassers, das zur Herstellung von Konsumgütern verbraucht wird. Eine Tasse Kaffe enthält 140 Liter virtuelles Wasser, wenn man Anbau, Transport, Verpackung und so weiter dazurechnet. Da hat der Arzt also doppelt und dreifach Recht, wenn er sagt, dass Kaffee dehydriert. Ein Hamburger enthält auf diese Weise sogar ganze 2400 Liter Wasser und macht trotzdem verdammt durstig.

Dieses anschauliche Konzept von virtuellem Inhalt lässt sich sicher noch auf ganz andere Bereiche übertragen. Ich schätze mal, ein einzelner Kurt Beck enthält mindestens 734 virtuelle Kanzlerambitionen von Parteigenossen, die das Nachsehen haben. Eine einzelne Ausgabe der RTL-II-Nachrichten enthält mindestens 658.444 virtuelle Minuten Verblödung und jedes Mitglied von Tokio Hotel verbraucht rein beruflich mindestens 1 Million Jahre virtuelle Pubertät. So ist das. Wenn man dahinter schaut, wird’s uferlos.

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