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Archive for 15. März 2008

Sie ist Nichtraucherin. Sie saß für die Grünen im Bundestag. Sie war Geschäftsführerin einer Bürgerinitiative gegen das Atommüll-Endlager Gorleben. Jetzt ist sie Geschäftsführerin des neu gegründeten Deutschen Zigarettenverbands. Ist ja alles kein Problem, ist ja nur ein unheimlich „interessante Herausforderung“. Sie sehe da „keine Widersprüche“, meint besagte Marianne Tritz. Das ist die Betriebsblindheit, die man braucht im Lobbygeschäft. Damit hätte sie auch Zumwinkels Vermögensberaterin werden können, oder Kapitän auf der Titanic.

Im folgenden Zitat habe ich mir erlaubt, die Wörter „Rauchen“ und „Zigarette“ willkürlich zu ersetzen – natürlich nur im Dienste der Suche nach Widersprüchen. Marianne Tritz: „Es ist bekannt, dass Kernkraft ein Risiko ist und das Produkt Atommüll ein umstrittenes Produkt. Über die Genauigkeit der Zahlen lässt sich vortrefflich streiten. Fakt ist, dass – wenn man den Atomstrom so genießt, wie wir uns das vorstellen – man ihn für sich im klaren Bewusstsein genießt. Unter Abwägung aller Risiken als erwachsener Mensch, der für sich selbst verantwortlich ist.“ Hüstel.

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