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Archive for 4. März 2008

Wahlfänger

Der US-Wahlkampf wird ja auch mit Hilfe einiger Promis geführt. Obama hat Scarlett Johansson und Jamie Foxx, Clinton hat Janet Jackson und Madonna. Das entspricht dem Kampf der ehrgeizigen, aerobicerfahrenen Karrierefrauen gegen die Leute mit Humor und Sexappeal. Jawohl, ich finde Madonna ungefähr so sexy wie Hillary, passt schon.

Interessant wird es bei Jon Bon Jovi, der laut diverser Quellen im Wahlkampf für die ehemalige First Lady aufgetreten ist, aber jetzt ein Bild-Interview mit den Worten „Ich wähle den Optimismus – Obama“ beendet. Irritiert hab ich mal dem rockenrollenden Wechselwähler hinterhergegoogelt und fand auf Anhieb die Schlagzeile: „Bon Jovi hat keine Lust mehr auf Politik“. Bei der nächsten Präsidentenwahl wolle er seinen Gitarristen wählen. Und Madonna wahrscheinlich ihren Fitnesstrainer. Und Janet Jackson den Chirurgen, der ihre Nase zum Stechmückenrüssel umoperiert hat. Die Johansson wählt Woody Allen und Jamie Foxx im Zweifelsfall die bessere Pointe.

Ich stelle mir gerade vor, die SPD würde ihren kommenden Kanzlerkandidaten auch in einem öffentlichen Vorwahlkampf wählen. Steinmeier gegen Beck, Landesfürst gegen Pragmatiker. Ich meine: Steinmeier ist nett, dem würde man sofort einen Gebrauchtwagen abkaufen. Das ist jemand, mit dem man spontan Briefmarken tauschen möchte. Nur wenn es darum ginge, beispielsweise aus Guantanamo freizukommen, da würde man sich wohl an jemand anderen wenden. Im Wahlkampf kann ich ihn mir nur schwer vorstellen, er ist ja auch noch nie gewählt worden. Und das ist wahrscheinlich der Hauptgrund für seine Beliebtheit.

Als prominente Unterstützung hätte Beck dann wohl so was wie Tony Marshall und Johann Lafer, Steinmeier käme mit Heinz Rudolf Kunze und einem ihm von Schröder aufgeschwätzten Westernhagen. Und ruckzuck ging es mit wie Bon Jovi.

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