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Archive for 31. Oktober 2007

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Die Kriminalpolizei warnt: Wer Omas vor den Bus schubst oder Vorgärten verwüstet, ist nicht auf der sicheren Seite, nur weil er dabei ein Halloween-Kostüm trägt. Anders gesagt: Randale und Sachbeschädigung sind nicht „Saures“, sondern weiterhin strafbar. Halloween ist halt eben auch diese Sache mit den hohlen Köpfen.

Die Verkürbisung unseres Landes begann ja 1991, als wegen des ersten Golfkrieges und der allgemeinen Betroffenheit hierzulande der Karneval praktisch ausfiel. Und da saß die faschingverarbeitende Industrie auf tonnenweise Kostümen und Konfetti, bis einer die Idee hatte: „Mensch, lasst uns doch versuchen, den Leuten das Zeug im Herbst noch mal anzudrehen, in den USA gibt es da so einen Brauch…“. Halloween in Deutschland ist also praktisch die Fortsetzung des Golfkriegs mit anderen Mitteln, aber mit mehr Betakarottin und weniger Kollateralschäden.

Gut, es gab Irritationen, im ersten Jahr hielten es viele für eine Aktionswoche des österreichischen Fremdenverkehrsverbands. Mittlerweile ist die Kürbiseritis voll ausgebrochen. Die Dinger stapeln sich in den Hauseingängen, und wenn du in den Koch-Zeitschriften blätterst, hast du das Gefühl, es wird nur noch Kürbis gegessen! Die Leute machen mit Kürbis Suppen und Aufläufe, und manche machen sogar mit Kürbissen Sachen, nach denen man sie besser nicht mehr essen sollte.

Sehr pfiffig find ich die Idee der nordelbischen Kirche, die an Kinder zur pädagogisch wertvollen Irritation „Luther-Bonbons“ verteilt, um darauf hinzuweisen, dass das früher „Reformationstag“ hieß. Ein Datum, an dem es um mindestens 95 andere Thesen ging als um „Die Kasse muss klingeln!“.

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