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Archive for 11. Oktober 2007

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Der gläserne Bürger hält sich selbst streifenfrei blitzblank. Grade hat mal wieder eine Studie ergeben, dass der Anwender an und für sich zum hackerfreundlichen Passwort tendiert. Neben den immer wieder gerne genommenen Klassikern „1234“ und „Passwort“ sind ansonsten der Name des Haustiers und der Mädchenname der Mutter (pfui, wer da einen Zusammenhang sieht!) weit verbreitet. Und auch wer immer „Schäuble“ eingibt, ist damit nicht automatisch auf der sicheren Seite. Sag ich, nicht die Studie.

Neu ist der Trend, einerseits auf den Überwachungsstaat zu schimpfen, dabei aber andererseits die persönlichsten Daten auf Seiten wie MySpace oder StudiViz zu veröffentlichen. Merke: Wer im Netz seine Schuhgröße, politische Ansichten und sexuelle Vorlieben hinterlegt, darf sich nicht wundern, wenn Behörden oder Arbeitgeber ihn mal testweise googeln. Und dann sagen: „Sorry marxistische Fußfetischisten stellen wir nur bis Größe 43 ein!“.

Das führt mich direkt zur abschließenden, fast schon philosophischen Frage: Kann man es überhaupt einen Überwachungsstaat nennen, wenn das Volk aus Exhibitionisten besteht? Oder nochmal einfacher für den Innenminister: Diejenigen, welche ihr Blinddarmpiercing nicht zum Download anbieten, das sind dann wohl die Terroristen. Freut mich, das hiermit geklärt zu haben, es ist schön, wenn man helfen kann!

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