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Archive for 24. September 2007

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„If you can make it here, you´ll make in anywhere, it´s up to you, Kabul, Kabul!”. Um die allem militärischem Handeln zugrunde liegende Obszönität zu illustrieren, schuf der liebe Gott einst die Truppenbetreuung. Die heutige Print-Ausgabe des „Spiegel“ erinnert mich daran, dass es das immer noch gibt, diese Künstler-Landverschickung in Krisengebiete. Da müssen dann junge Musical-Blondinen vor Soldaten in Afghanistan auftreten, während im Hintergrund arhythmisch Selbstmordattentäter explodieren. Was singt man da wohl? Irgendwas aus „Annie get your gun“, oder doch lieber gleich die Westside-Story, damit der Taliban weiß, wo der Hammer hängt?

Die Soldaten sind dankbar für die Abwechslung, heißt es. „Endlich mal eine Frau“, werden sie zitiert. Xavier Naidoo war auch schon dort, was werden sie da wohl gedacht haben? Endlich mal ein Jammerlappen? „Dieser Weg wird kein leichter sein…“. Gunther Gabriel hatten sie angeblich auch schon am Hindukusch, naja, der tritt ja aus Geldmangel mittlerweile in jedem Wohnzimmer auf, ist Krisengebiete also gewohnt. Kann es sein, dass die militärische Führung da ganz gezielt die Pappnasen engagiert, die man hören muss, um möglichst wenig Heimweh zu entwickeln?

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