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Archive for 20. September 2007

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Noch vor wenigen Wochen hat der Herr Ackermann, der so lustig zwei Finger in die Luft strecken kann, sich semi-hämisch über die Kollegen von den anderen Banken geäußert, die im Rahmen der aktuellen globalen Finanzkrise zu unvorsichtig Geschäfte gemacht hatten. Jetzt gibt er kleinlaut zu, dass auch seine Deutsche Bank sich etwas (so um 30 Milliarden) verspekuliert hat – na, wo sind die Fingerchen jetzt?

Und das alles nur, weil in den USA jede Menge Leute Häuser haben, die ihnen nicht gehören, sondern Banken, denen sie auch schon lange nicht mehr gehören, weil sie in Fonds investiert haben, die jetzt keinem mehr gehört haben wollen. Oder so. Internationale Banker lassen ja nicht mehr Geld arbeiten, sondern nur noch die Ahnung davon, das sind Illusionisten, Heuschrecken-Houdinis. Alles so schön virtuell hier… Wie Leute, die nur noch Cyber-Sex haben und sich dann wundern, warum sie vom Aussterben bedroht sind.

Je größer die Summen sind, mit denen sie zu tun haben, desto mehr verlieren Menschen wohl den Sinn für die Realität, nicht umsonst war in den deutschen Micky-Maus-Comic bei Dagobert immer die Rede von „Fantastilliarden“. Wenn Alan Greenspan, der ehemalige Präsident der US-Notenbank, vor die Öffentlichkeit getreten ist, hat die Finanzwelt regelmäßig versucht, die US-Wirtschaftslage an der Dicke seiner Arbeitsmappe abzulesen. Je dicker, desto mehr Dokumente, desto mehr Probleme, also desto schlechter die Lage. Jetzt hat er verraten, warum die Mappe manchmal dicker war: Wenn er ein belegtes Brot dabei hatte.

„Ja, wie jetzt? Mit Käse oder Wurst?“ würde sich an dieser Stelle ein Ackermann fragen, in der Hoffnung, dass er, wenn er auf Wurst spekuliert und Recht behält, am Milliardendefizit vorbeischrammt.

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