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Archive for 15. August 2007

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Kurt Beck war für 100 Minuten auf der Documenta in Kassel, hat zeitgenössische Kunst bestaunt und sich dabei fotografieren lassen. Auf die Frage, was ihn am meisten beeindruckt habe, war seine Antwort: „Je länger man durchgeht, desto mehr Eindrücke sind es, die man mitnimmt“. Typisch Documenta, das gibt’s nur dort. Und natürlich auf dem Jahrmarkt, im Puff, im Krieg, im Watt und sogar in Bielefeld.

Dem einen oder anderen Beobachter kam es vor, als würde Beck in diesem Umfeld selbst zu einem bestaunenswerten Gesamtkunstwerk, irgendwas zischen Barock, Biedermeier und Dada. Und ja: Gerade in seiner anrührenden Unbeholfenheit, den bewusst einfach gehaltenen Strukturen, die sich vorm lebendig-grell-gezeichneten Berliner Hintergrund gut absetzen, gemahnt uns der voluminös und mit palatinem Pinselstrich auf die bundesdeutsche Leinwand geworfene Bajazzo Kurt an die immanente Aussichtslosigkeit sozialdemokratischen Strebens der Gegenwart. Vielleicht hätten sie ihn gleich da behalten sollen.

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