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Archive for 11. August 2007

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Wenn er schon nicht im Gespräch ist, will er wenigstens in den Dialog kommen. „Mein Name ist Glos, Michael Glos, ich bin die Doppelnull im Amt des Wirtschaftsministers“. Um halbwegs relevant zu wirken geht er jetzt zum Äußersten und sucht die Begegnung mit dem Mittelstand. Damit diese nicht nur stattfindet, sondern auch wahrgenommen wird, gibt es eine PR-Agentur, die das alles plant und durchführt, unter dem Namen „Dialogtour – Impulse für die Wirtschaft“. Könnte aber auch heißen „Ochsentour – Mitleid für den Minister“. Egal.

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat jetzt ausgeplaudert, wie diese Agentur „Dialogimpusle“ sagt, und dabei eigentlich „Bestechung“ meint. Sie ist an die Zeitung herangetreten und hat angeboten: „Wir sagen euch, was und wie ihr übers diese Animier-Veranstaltung zu berichten habt, dafür schalten wir bei euch teure Anzeigen!“. Oder wie es im Angebot wörtlich hieß: „Anhand des angefügten Beispiels können sie die möglichen Gegenfinanzierungen erkennen (Anzeigen)“. 30 bis 40.000 Euro hat man dem Stadtanzeiger auf diese Weise angeboten. Also als dialogisch impulsive Gegenfinanzierungs-Anzeigenschalterei, saubere Sache, das.

Das Ganze zeigt uns zweierlei. Erstens, dass es ganz schön teuer ist, den Glosemichel im öffentlichen Bewusstsein positiv zu positionieren. Andererseits, dass das Wirtschaftsministerium offensichtlich der Meinung ist, dass es sich in diesen Zeiten Seriosität gar nicht mehr leisten kann. Das wär uns alles erspart geblieben, wenn Stoiber „Superminister für Arbeit, Wirtschaft und Stoiber“ geworden wäre. Und lustiger wärs auch geworden.

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