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Archive for 2. August 2007

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Es war einmal eine Königin, in deren Land goldene Zeiten ausgebrochen waren. Die Wirtschaft brummte aufs Possierlichste, die Arbeitslosenzahlen sanken munter wie ein Kieselstein im Wasser und selbst die Milch war nicht mehr sauer, sondern wertvoll wie ein kleines Steak, also ein kleines goldendes Steak. So gut ging es allen, dass immer mehr Bürger von der Königin ein Salär empfingen, dass man dereinst auf den putzigen Namen „Hartz IV“ getauft hatte. 7,4 Millionen Bürger waren das. „Potztausend!“, dachte die Königin. Sagte es aber nicht laut.

Das Salär war so reich bemessen, dass die Bürgersleut ihren jugendlichen Kindern täglich Speis und Trank für ganze 3,42 Taler auffahren konnten. Damit waren sie befreit von den Unbillen einer gesunden Ernährung, über Vitamine brauchten sie sich nicht den Kopf zu zerbrechen. Einer der Hofnarren der Königin, der lustige Stiegler aus dem Süden des Reiches, brachte die Regentin herzhaft zum Lachen, als er mit vollem Ranzen ausrief: „Wenn sich herausstellen sollte, dass der Lebensbedarf nicht mehr gedeckt ist, werde ich der Erste sein, der eine Anpassung fordert!“.

So g´spaßig war die Stimmung im Lande, munter kicherte das Volk vor sich hin und ging weiter seinem Tagesgeschäft nach, indem es fleißig und im Schweiße seines Angesichts große Fernseher kaufte. Und wenn sie nicht gestorben sind, bekommen sie bald, tandaradei, drei Taler dreiundvierzig. Märchenhaft!

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