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Archive for 25. Juli 2007

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10 Milliarden Wurstbrötchen. So stellt sich der Vegetarier die Hölle vor. Und der Steuerberater den Himmel auf Erden. Hä? Seit heute beschäftigt sich das Landgericht München mit der Klage eines Steuerberaters. Dessen Mandantin, eine Kioskbesitzerin, hatte einen Steuerbescheid von 2,1 Milliarden Euro Umsatzsteuer erhalten. Dafür hätte sie 10 Milliarden Wurstbrötchen verkaufen müssen, hat irgend ein Reporter ausgerechnet. Damit wäre wahrscheinlich ganz Bayern ins Cholesterin-Koma gefallen.

Erst als ihr Steuerberater Einspruch erhob, hat sich das Finanzamt korrigiert und gesagt: „Äh, wir meinen natürlich € 108,83 und schönen Tag noch!“. Jetzt könnte man sagen „was ham wir gelacht“ und zum Tagesgeschäft übergehen, sich zum Beispiel ein schönes Brötchen schmieren. Da hat der gesunde Menschenverstand aber die Rechnung ohne den Steuerberater gemacht. Der besteht jetzt darauf, dass ihm anteilig vom ursprünglichen Steuervolumen ein Honorar von 2,5 Millionen zusteht, das hätte er doch gerne vom Finanzamt ersetzt. Und weil er großzügig ist, würde er sich auch mit 600.000 Euro zufrieden geben, das entspricht wahrscheinlich dem Gegenwert der im Überschwang bestellten 3 Porsches.

Da kann man mal sehen, was deutsches Steuerrecht im Laufe der Jahre so im Kopf einer Steuerberaters ausrichten kann, der hat einen Realitätsbezug wie Michael Jackson oder Gülcan oder beide zusammen. Ich bin gespannt aufs Urteil, denn wenn die Finanzbehörde ihn teuer entschädigen muss, dann ist das für den Steuerzahler vor allem eines nicht: Wurst!

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